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Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Der Markt bleibt volatil

Die Ölmärkte haben einen unruhigen Monat mit starken Preisschwankungen hinter sich. Heute hingegen starten wir mit tieferen Preisen als gestern in den Tag. Trotz den erfreulichen Nachfrageaussichten aufgrund den Aufhebungen der Coronamassnahmen in China werden diese durch übergeordnete Befürchtungen bezüglich globaler Zinsen und einer möglichen Rezession gedämpft. Marktteilnehmer fürchten, dass höhere Zinsen die Weltwirtschaft bremsen und die Nachfrage nach Öl schwächen könnten.

Aufgrund dieser Aussichten stehen die Rohölpreise auf den ICE- und NYMEX-Märkten unter Druck, da die bevorstehenden Notenbanktreffen der Fed und EZB diese Woche für besorgte Anleger sorgen. Mit den praktisch sicheren Zinserhöhungen der Fed um 0,25 Prozent und der EZB um 0,5 Prozent bleibt das Risiko für Investoren gering.

Tina Teng, eine Analystin von CMC Markets, sagt: "Die Ölmärkte befinden sich unter Druck, da vor dem Fed-Treffen vorsichtiger Handel bevorzugt wird und der US-Dollar an Wert gewinnt." Sie fügt hinzu, dass die zunehmende Nachfrage in China problemlos von Russland aufgenommen werden kann und die Sanktionen gegenüber Russland nach wie vor kaum Auswirkungen auf seine Exporte haben.

Ausserdem kann man weiterhin mit einem volatilen Markt rechnen, da unter anderem ein Wechsel des vordersten Liefermonats bei Brent bevorsteht und das Handelsvolumen im März-Vertrag dementsprechend gering ist.

Börsendaten 31.01.2023 um 09.14 Uhr

ICE-Gasoil FEB: 892.50
ICE-Brent MAR: 84.29
NY-Rohöl WTI FEB: 77.17
US-Dollar/CHF: 0.9270

Rheinfracht nach Basel: 24.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Achterbahnfahrt der Preise setzt sich fort

Trotz angespannter politischer Situation starten wir heute mit tieferen Preisen in den Tag. Ein Drohnenangriff im Iran am Wochenende sorgt für Verunsicherung und die Nachfrageerholung in China wirkt weiterhin stützend. Im Vorfeld der Notenbanksitzungen und des OPEC+ Meetings in dieser Woche, neigen die Marktteilnehmer aktuell zu weiteren Gewinnmitnahmen.

Auch wenn eine Eskalation im Nahen Osten an den Ölmärkten immer mit Sorge beobachtet wird, scheinen die Marktteilnehmer diesmal nicht von einer Beeinträchtigung auszugehen und reagieren eher gelassen. Dennoch warnt Ölmarktanalyst Stefano Grasso von 8VantEdge: „Es ist noch nicht wirklich klar, was im Iran passiert ist, aber jede Eskalation dort hat das Potenzial, die Rohölströme zu unterbrechen“. Der Experte weist zudem auf die hohen Schwankungsanfälligkeiten am Ölmarkt hin. „Wir haben Russland auf der Angebotsseite und China auf der Nachfrageseite. Beide können um mehr als 1 Mio. B/T über oder unter den Erwartungen liegen“, so Grasso, der anfügt: „China scheint den Markt damit zu überraschen, wie schnell es die Zero-Covid-Politik hinter sich lässt, während Russland, trotz der Sanktionen, mit seinem unveränderten Exportvolumen überrascht hat“.

Die Preise sind nach dem Rückgang vom Wochenende sehr interessant für Zukäufe – Wohin es die Achterbahn die nächsten Tage ziehen wird bleibt ungewiss.

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Ölpreise steigen durch erwarteten Nachfrageanstieg in China

Nach dem gestrigen turbulenten Tag an der Börse, starten wir heute Morgen mit höheren Preisen in den Tag. Grund dafür sind die starken Unterstützungen der Moving Averages, von denen Brent und Rohöl Gebrauch machen. Gestern Nachmittag wurden auch die neuen US-Konjunkturdaten veröffentlicht, die jedoch den Preisanstieg vorübergehend bremsten, da sie besser ausfielen als erwartet. Die Wirtschaft in der USA wuchs laut dem Bureau of Economic Analysis im vierten Quartal um 2,9 Prozent. Auch der Dollar stieg nach der Veröffentlichung der Daten und wirkte daher Preistreibend.

Stützend wirkt vor allem der erwartete Nachfrageanstieg in China sowie die unsicheren Angebotsaussichten, welche durch die Kürzungen der OPEC+ verstärkt werden. Laut Marktanalyst Ehsan Khoman von der MUFG könnten die Rohstoffmärkte, wenn die Wiedereröffnung in China ordnungsgemäss verläuft, in der nächsten Zeit weiter anziehen. Investoren könnten demnach verstärkt in den Rohstoffhandel einsteigen. Die Schweizer Bank UBS erwartet deshalb, dass der Brent-Preis in den folgenden Monaten auf über 100 $ / Barrel steigen wird. Auch erwarten sie dadurch einen Anstieg der globalen Ölnachfrage auf über 103 Mio. Barrel am Tag.

Den Aufwärtsspielraum begrenzt aktuell der Widerstand bei 81.50 $/Barell (Rohöl) und 88 $/Barell (Brent).

Börsendaten 27.01.2023 um 07:35 Uhr

ICE-Gasoil FEB: 974.25
ICE-Brent MAR: 87.86
NY-Rohöl WTI FEB: 81.35
US-Dollar/CHF: 0.9218

Rheinfracht nach Basel: 22.50

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Das gekippte (Einkaufs) Fenster ist nun ganz geöffnet

Die gestern noch eher verhaltene Prognose des leicht gekippten Einkaufsfensters, können wir heute korrigieren. Das Fenster ist wieder sperrangelweit geöffnet.

Alleine gestern verlor der ICE Gasoil Kurs knapp 30 Dollar pro Tonne an der Börse. Eine anhaltende Abwärtsbewegung, die von den Ölbörsen auf die Preise hierzulande abfärbt, zeichnet sich zunächst jedoch nicht ab. Am internationalen Markt gibt es ausreichend preisstützende Signale. Unsicherheiten über die globale Konjunkturentwicklung können aber immer wieder aufflammen und zu kurzfristigen Nachlässen führen. Doch was sind Konjunktursorgen überhaupt?  Konjunktursorgen sind Bedenken über die wirtschaftliche Entwicklung einer Region oder eines Landes. Sie können sich auf die allgemeine Wirtschaftslage, die Arbeitslosigkeit, die Inflation und andere wichtige Indikatoren beziehen. Menschen und/oder Unternehmen können sich Sorgen machen, dass die Wirtschaft in eine Rezession oder eine schwere Krise gerät, was zu einer Verschlechterung der Lebensqualität führen kann.

Wir bleiben bei unserem Mantra – Einkaufsfenster sollte man nutzen, um den Bestand an Brenn- oder Treibstoffen aufstocken.

Börsendaten 26.01.2023 um 06:50

ICE-Gasoil FEB: 953.25
ICE-Brent MAR: 86.10
NY-Rohöl WTI FEB: 80.33
US-Dollar/CHF: 0.9176

Rheinfracht nach Basel: 21.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Ein gekipptes, aber noch nicht geöffnetes Einkaufsfenster

Ein Funken Hoffnung auf tiefere Preise gibt es heute wohl doch noch, nach dem die Bären, mit einem flüchtigen Lebenszeichen, auf sich aufmerksam gemacht haben. Denn gestern verlor Gasoil London ca. 55$ / Tonne im Verlauf des Nachmittags. Jedoch ist hier noch lange nicht von einem Preiszerfall die Rede, denn über den elektronischen Overnight-Handel hinweg, stabilisierten sich die Ölwerte an der Börse wieder und Gasoil London stieg bis heute Morgen wieder um 20$ / Tonne an.

Zu dieser Rückläufigkeit führt unter anderem die Sorge einer möglichen Rezession in den USA. Die Unsicherheiten hinsichtlich der nächsten Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed sind nach wie vor gross. Das Pendant dazu bleiben die Erwartungen einer steigenden Nachfrage in China, welche die Preise dementsprechend wieder steigen lässt.

Aufgrund der übergeordneten «bullishen» Situation am Ölmarkt und dem kurzzeitig aufgerissenen Einkaufsfenster, empfehlen wir Ihnen dieses heute auch zu nutzen und von den tieferen Preisen zu profitieren.

Börsendaten 25.01.2023 um 09:00

ICE-Gasoil FEB: 991.00$
ICE-Brent MAR: 86.32$
NY-Rohöl WTI FEB: 80.18$
US-Dollar/CHF: 0.9237
Rheinfracht nach Basel: 21.00

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Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Wann werden die Bullen gestoppt?

Am vergangenen Freitag wurden satte Kursgewinne zum Wochenausklang verzeichnet. Somit erreichten wir zum Schluss der Woche neue Jahreshöchstwerte. Seit zwei Wochen zeichnet sich eine Kontinuität ab, welche von den Bullen beständig weitergeführt wird. Auch gestern blieben die Bären ohne Aussicht auf Erfolg; über den Tag verteilt, erreichte Gasoil London einen neuen Jahreshöchstwert, nach dem sich der Wert um weitere 30$ / Tonne nach oben katapultiere.

Hauptgrund für diese Bullen-Rallye sind die Erwartungen einer steigenden Nachfrage in China nach Wegfall der Corona-Massnahmen. Chinas Regierung in Peking ist davon überzeugt, dass die Spitze der Infektionen überschritten worden ist. Die IEA (Internationale Energieagentur) schätzt eine schnelle Erholung für Chinas Ölnachfrage in 2023, nach Wegfall der Corona-Einschränkungen, als sehr wahrscheinlich ein. Auch die OPEC prognostiziert, dass die chinesische Ölnachfrage im Jahr 2023 erheblich steigen wird.

Momentan sieht es danach aus, dass wir uns vermutlich auf einen weiteren Preisanstieg einstellen müssen. Gepaart mit der winterlichen Nachfrage, die Tag für Tag in dem Schnee auch im Flachland liegen bleibt, zunimmt, empfehlen wir Ihnen baldmöglichst Ihren Heizölbedarf einzudecken.

Börsendaten 24.01.2023 um 09:18

ICE-Gasoil FEB: 1‘015.25$
ICE-Brent MAR: 88.09$
NY-Rohöl WTI FEB: 81.67$
US-Dollar/CHF: 0.9200
Rheinfracht nach Basel: 21.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Schliesst sich das Einkaufsfester?

Heute Morgen starten wir mit höheren Preisen in die neue Woche und uns stellt sich die Frage, ob sich das Einkaufsfenster nun langsam wieder am schliessen ist.

In den kommenden Tagen werden die Händler auf weitere Entwicklungen in Bezug auf die Preisbeschränkungen für russische Raffinerieprodukte warten. Letzte Woche haben sich Vertreter der Länder, die bereits Preisobergrenzen für russische Rohöllieferungen eingeführt haben, auf zwei separate Preisbeschränkungen im Produktbereich geeinigt. Diese sollten spätestens bis Ende nächster Woche festgelegt werden, um zusammen mit dem EU-Embargo gegen russische Produkte am 5. Februar in Kraft treten zu können. Doch einige Länder der EU haben in letzter Zeit eine Senkung des derzeitigen Preisniveaus von 60 Dollar pro Barrel gefordert. Angeblich möchte die US-Regierung jedoch zunächst abwarten, um zu sehen, wie sich die Obergrenze für Produkte auf den Markt auswirken wird.

Die Augen sind auch auf die französischen Raffinerien gerichtet. Ein 24-stündiger Streik in der vergangenen Woche hat die Lieferungen mehrerer französischer Raffinerien beeinträchtigt und eine weitere geplante Arbeitsniederlegung für Donnerstag und Freitag ist im Gange. Die Gewerkschaftsmitglieder protestieren gegen die geplante Rentenreform der französischen Regierung und könnten einen Tag nach Inkrafttreten des EU-Embargos auf russische Raffinerieprodukte erneut die Arbeit niederlegen, was möglicherweise zu Ausfällen des französischen Raffineriebetriebs und einen bullish Einfluss auf die Rohölpreise führen könnte.

Die nächsten Schritte der Zinsentscheidungen von Fed und EZB rücken näher. Der Vorsitzende der Fed , Jerome Powell, wird am kommenden Mittwoch mehr Klarheit darüber geben, ob die US-Notenbank ihre Zinserhöhungen weiter reduzieren und die Zinsen insgesamt über ein Niveau von 5 Prozent anheben wird.

Börsendaten 23.01.2023 um 09:47Uhr

ICE-Gasoil FEB: 996.00$

ICE-Brent MAR: 87.40$

NY-Rohöl WTI FEB: 81.43$

US-Dollar/CHF: 0.9167

Rheinfracht nach Basel: 21.75

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Wirtschaftliche Erholung in China treibt Ölpreise an

Gestern am Donnerstag zeigten die Bullen erneut was sie drauf haben. Im Verlauf des Tages konnten wir einen Preisanstieg von über 25 $ / Tonne (Gasoil Feb) beobachten. Dies nicht ohne Grund, denn Marktteilnehmer erwarten im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung Chinas eine zukünftig höhere Nachfrage. Hinzu haben Berichten zufolge die Corona-Fallzahlen in China ihren Höhepunkt überschritten. Demnach deutet dies auch auf eine nachhaltig erholende Nachfrage hin.

Dazu wirkte auch die Schätzung der IEA in ihrem jüngsten Monatsbericht, dass die globale Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte 2023 das Angebot übersteigen wird, Preistreibend. Marktteilnehmer werden sich jedoch in den kommenden Wochen verstärkt auf die Angebotsseite konzentrieren und abschätzen, wie sich das Einfuhrverbot (für russische Raffinerieprodukte) auf dem Markt auswirken wird. Es ist derzeit noch unklar, ob und in welchem Umfang auch für Produktexporte ein Preisdeckel implementiert werden soll. Stützend zudem die Warnung des CEO von Saudi Aramco, Amin Nasser, vor möglichen Versorgungsengpässen aufgrund unzureichender Upstream-Investitionen.

Die Lage bleibt durch das Zusammenspiel aus Rezessionsängsten und Nachfrageerholung weiterhin angespannt. Jedoch führt das bevorstehende Produktembargo dazu, dass die Angebotsunsicherheiten mehr und mehr in den Vordergrund treten. Daher überwiegen zum Ende der Woche eher die bullischen Faktoren an der Börse. Entsprechend sind Brent und Rohöl auf dem besten Weg, die Woche mit Gewinnen zu beenden.

Börsendaten 20.01.2023 um 09:25 Uhr

ICE-Gasoil FEB: 974.50$

ICE-Brent MAR: 87.09$

NY-Rohöl WTI FEB: 80.67$

US-Dollar/CHF: 0.9145

Rheinfracht nach Basel: 21.75

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Was passiert heute?

Der gestrige Handelstag hat sich wieder Mal als ein Tauziehen zwischen den Bullen und Bären entpuppt. Auf der einen Seite die Bullen, die voller Elan in diese Woche gestartet sind und zielstrebig, mit Aussicht auf ein neues Jahreshoch, drauflos gerannt sind. Auf der Gegenseite stehen die Bären, welche den Winterschlaf wohl auf eine andere Jahreszeit verlegen wollen und sich dementsprechend voller Mut den kräftigen Bullen entgegenstellen. Doch was ist gestern passiert? Einmal mehr wurde uns gezeigt, wie schnell die Stimmung an der Börse kippen kann. Frühmorgens bis um etwa 10 Uhr verlor Gasoil London rund 15$ / Tonne, darauffolgend katapultierte sich Gasoil London über die Mittagsstunden hinweg auf ein neues Jahreshoch von über 955$ / Tonne was ein Zuwachs von mehr als 30$ / Tonne, innerhalb weniger Stunden, ist. Völlig überraschend kam dann doch noch die Kehrtwende: Ab 18 Uhr drehte sich der Wind und es ging Richtung Süden (nach unten), über den elektronischen Overnight-Handel hinweg machten die Baissiers den kompletten Anstieg der Bullen wieder wett.

Die fundamentalen Gründe für den gestrigen Tagesverlauf sind relativ überschaubar, doch in den Details lauern verzwickte Einzelheiten, in der sich eine ganzheitliche Übersicht als schwierig erweist. Doch einfach zusammengefasst, kann man sagen, dass es momentan zwei Hauptfaktoren gibt; einer sorgt für steigende Preise und der andere für sinkende Preise. Die Aussicht auf eine rapide Nachfrageerholung in China lassen die Preise steigen und die unerwartet schlechten US-Konjunkturdaten lassen die Preise aktuell sinken. Insbesondere nach dem gestrigen Tag, ist es fast unmöglich, eine Prognose abgeben zu können – wir könnten höchstens Vermutungen aussprechen, welche womöglich nicht mal eine Stunde standhaft wären.

Lieber fokussieren wir uns auf Fakten. Seit Ende November haben die Ölpreise ein tieferes Plateau erreicht. Im Vergleich zum Jahre 2021 sind wir preislich natürlich nach wie vor meilenweit entfernt, doch man vergleicht auch keine Äpfel mit Birnen. Wenn man den Blick auf die letzten zwölf Monate wirft, kann man schnell sehen, dass wir uns gerade auf einem sehr attraktiven Preisniveau finden. Die Nachfrage ist anders als erwartet moderat, was eine schnelle Auslieferung momentan begünstigt. Aufgrund der rasant fallenden Temperaturen, dem Potenzial auf einen baldigen Anstieg auf der Nachfrageseite und den im Verhältnis anmutigen Preisen, empfehlen wir Ihnen den Heizöltank baldmöglichst aufzufüllen.

Börsendaten 19.01.2023 um 08:55

ICE-Gasoil FEB: 934.00$
ICE-Brent MAR: 84.51$
NY-Rohöl WTI FEB: 78.84$
US-Dollar/CHF: 0.9161
Rheinfracht nach Basel: 21.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Wie lange wird das Einkaufsfenster bestehen bleiben?

Trotz des Embargos durch die EU, USA, Japan, Großbritannien, Kanada und Australien gegen russisches und iranisches Öl bleibt die Lage am Ölmarkt aktuell unverändert. Ermöglicht dies die geplante Schwächung der sanktionierten Staaten? Dies wird weniger durch die fehlende Ölmenge als vielmehr durch den Zwang, Öl zu niedrigen Preisen zu verkaufen, erreicht. Dieser Zwang existiert nur in einem gut versorgten Markt. Bei knapper Versorgungslage führt jede weitere Verknappung zu stark steigenden Preisen, die den Verlust aus nicht verkauftem Öl kompensieren würde. Erst in solch einem Fall wären die Embargo-Staaten die geschwächte Partei.

Die Sanktionen gegen Russland und Iran haben noch nicht die erwarteten Auswirkungen auf die Regierungen oder das Atomprogramm des Iran gehabt, dafür haben sie jedoch ihre Fähigkeiten im Verbergen und Tarnen der Handelsströme verbessert. Iran hat aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung mit Sanktionen ein hohes Können in diesem Bereich entwickelt und scheint sein Wissen gerne an Russland weiterzugeben. Beide Länder haben in China einen bereitwilligen Abnehmer mit einem großen Ölbedarf. Zusammen stellen sie die Absichten der Boykotteure in Frage. Der einzige Lichtblick für die Boykotteure ist, dass Iran und Russland nun um die Gunst der Käufer konkurrieren, was die Preise drückt und die Einnahmen schwächt. Was sich vor allem als Vorteil für China zeigt.

Es bleibt ungewiss, ob die Preissituation für Öl weiterhin im Interesse derjenigen, die gegen bestimmte Länder boykottieren, positiv bleiben wird, denn es hängt vieles von der Entwicklung Chinas ab. Mit der Abkehr von der Null-Covid-Politik hat sich eine unübersichtliche Entwicklung in Gang gesetzt, die derzeit zu einer starken Nachfrage nach Treibstoffen führt, da sich rund zwei Milliarden Menschen zu Neujahrsfeierlichkeiten auf Reisen begeben. Jedoch sind sich Analysten einig, dass es unklug ist, den aktuellen Anstieg des Ölbedarfs als dauerhaft anzusehen.

Dementsprechend empfehlen wir Ihnen weiterhin, dass noch bestehende Einkaufsfenster zu nutzen und Ihren Heizöltank aufzufüllen.

Börsendaten 18.01.2023 um 08:48

ICE-Gasoil FEB: 927.25$
ICE-Brent MAR: 86.61$
NY-Rohöl WTI FEB: 80.99$
US-Dollar/CHF: 0.9193

Rheinfracht nach Basel: 21.75

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Der Winter ist zurück und die Heizölpreise sind attraktiv

Wenn Sie noch dringend Heizöl benötigen oder überlegen, Ihren Tank aufzufüllen, ist jetzt ein guter Zeitpunkt. Die Heizölpreise waren letztes Jahr höher, aber aktuell sind sie ähnlich wie gestern. Der Dollarkurs hat aktuell ein neues 9-Monats-Tief erreicht, was sich positiv auf die Preise auswirkt. Der Rheinpegel ist weiter steigend, jedoch bleiben die Rheinfrachten momentan auf konstantem Niveau.

Die Markteilnehmer beobachten in dieser Woche wieder zahlreiche Daten und Ereignisse. China rückt erneut in den Fokus, da das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal die Erwartungen übertraf, obwohl es im Vergleich zum vorherigen Quartal etwas nachgelassen hat. Am kommenden Sonntag beginnt in China die Woche des Neujahrsfestes, was die Hauptreisezeit des Landes ist und zu einem Anstieg des Kraftstoffverbrauchs führt.

Heute und am Mittwoch werden die neuen Monatsberichte der OPEC und der IEA veröffentlicht, die von Marktteilnehmern bewertet werden. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben angekündigt, ihre Rohölproduktion von derzeit 3,0 Mio. Barrel pro Tag bis 2027 auf 5,0 Mio. Barrel pro Tag auszubauen, um die rückläufige Ölförderleistung anderer OPEC-Länder auszugleichen.

Am Donnerstag stehen neben den offiziellen Ölbestandsdaten des US-Energieministeriums auch erneut Streiks im französischen Ölsektor bevor. Diese könnte sich in Frankreich bis Anfang Februar zu einem Problem für die Versorgungslage bei Kraftstoffen entwickeln, gerade zu dem Zeitpunkt, an dem auch das EU-Embargo für russische Produktlieferungen am 5. Februar in Kraft tritt.

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Verlangsamung der Inflation in den USA und Zunahme der Öl-Bohranlagen in den USA beeinflussen den Markt

Heute Morgen starten wir mit höheren Preisen in die neue Woche. Stützend wirkt vor allem die Verlangsamung der Inflation in den USA im Dezember. Das Bureau of Labor Statistics teilte am vergangenen Donnerstag mit, dass der Verbraucherpreisindex im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent gestiegen ist, was eine Verlangsamung gegenüber dem Anstieg von 7,1 Prozent im November darstellt. Das geringere Wachstum des Verbraucherpreisindex könnte dazu führen, dass die US-Notenbank Federal Reserve ihre geplante Zinsanhebungen abschwächt.

Den Aufwärtsspielraum begrenzte die Meldung des Erdöl-Service Dienstleisters Baker Hughes, dass die aktiven Öl-Bohranlagen in den USA um fünf auf 623 angestiegen sind. Damit sei die Anzahl zum ersten Mal seit drei Wochen gestiegen. Zudem hat Rohöl aktuell mit dem starken Widerstand bei 80 $/bl zu kämpfen.

Da das chinesische Neujahrsfest und die darauffolgenden Tage Hauptreisezeit sind, erwartet man in dieser Woche eine starke Nachfrageentwicklung. Der Fokus der Marktteilnehmer dürfte daher weiterhin auf China gerichtet sein. Dadurch könnte auch ein mögliches Aufwärtspotenzial der Ölpreise entstehen.

Börsendaten 16.01.2023 um 08:47

ICE-Gasoil FEB: 932.00 $
ICE-Brent MAR: 84.64 $
NY-Rohöl WTI FEB: 79.33$
US-Dollar/CHF: 0.9263

Rheinfracht nach Basel: 25.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Rheinfrachten erneut gesunken, Rohölpreise und Gasoilpreise steigen an

Die schwache Nachfrage und die sehr hohen Wasserstände lassen die Rheinfrachten weiter fallen. Es wird weiterhin ein steigender Rheinpegel erwartet. Heute Morgen starten wir mit leicht höheren Preisen in den Tag.

Am Mittwoch überraschten die Rohölpreise mit einem plötzlichen Anstieg, was viele Händler unvorbereitet erwischte. Derzeit kostet Brent-Rohöl über 83 Dollar pro Barrel, was bis jetzt den höchsten Wert in diesem Jahr darstellt. Die Gasoilpreise waren am Montag noch bei 859.00 USD. Nun liegen sie bereits bei 920.00 USD.

Vorgestern sorgte die positive Inflationsentwicklung in den USA für Aufwind an den Finanzmärkten. Es wird erwartet, dass dies zu einer Entspannung der aggressiven Zinspolitik der Federal Reserve führen wird. Beide, die Kern- und die Gesamtinflation sanken deutlich. Eine moderate Zinserhöhung von nur 0,25 Prozent im Februar gilt daher als sehr wahrscheinlich. Da dieser Ausblick den Dollar unter Druck setzt, werden Ölfutures, die in Dollar gehandelt werden, für Investoren aus anderen Währungsräumen attraktiver.

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Ausblick 2023

Wie sehen die Aussichten für das Jahr 2023 aus? Nach Ansicht vieler Experten geht man davon aus, dass die Energiekrise auch im laufenden Jahr nicht gelöst werden kann. China hat nach jahrelanger «coronabedingter» Abschottung ihre Grenzen wieder geöffnet und auch im Inland die Massnahmen gelockert. Dies wird die Verbrauchszahlen und auch die Nachfrage nach Öl verstärken.

Ein baldiges Kriegsende und eine Rückkehr zur Normalität könnten das Problem lösen. Mit starker Betonung auf «könnte». Es ist schwer zu sagen, wie ein Ende des Ukraine-Krieges die Ölpreise beeinflussen würde, da es von vielen Faktoren abhängt. Allerdings könnte ein Ende des Krieges die politischen Spannungen in der Region reduzieren und dadurch dazu beitragen, dass die Ölpreise sinken. Andererseits könnte ein Ende des Krieges und eine stabilisierte Region auch zu einer grösseren Nachfrage nach Öl führen, was die Preise steigen lassen könnte. Letztendlich hängt die Wirkung auf die Ölpreise von den konkreten Umständen des Kriegsendes und den Folgen für die Region ab.

Solange dies aber nicht eintritt, müssen wir wohl oder übel weiter mit grossen Schwankungen an der Preisfront rechnen. Nichtsdestotrotz sind wir immer noch 40 Franken pro 100 Liter tiefer als wir im Sommer kalkulieren mussten. Der grosse Wintereinbruch überkam die Schweiz noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Die nächsten Tage wird es wieder kälter und man sollte den Tankstand gut im Blick behalten und unter Umständen eine Füllung in Erwägung ziehen. Gerade auf diesem vergleichsweise attraktivem Preisniveau.

Börsendaten 12.01.2023 um 08:20

ICE-Gasoil FEB: 897.25

ICE-Brent MAR: 82.61
NY-Rohöl WTI FEB: 77.32

US-Dollar/CHF: 0.9333

Rheinfracht nach Basel: 29.00