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Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Börse weiterhin volatil mit klar steigender Tendenz

Seit einigen Wochen zeigen die Preise unaufhörlich in eine Richtung. Nach oben. Wie dies bei einer so starken Bewegung üblich ist, gibt es alle paar Tage eine kurze Korrektur. Diese sollte man als «Kauftag» nutzen.
Aber wie schon so oft an dieser Stelle geschrieben. Wie hoch ist hoch? Aktuell zeichnet sich kein Ende der Rallye ab. Schaut man zurück war in den letzten 3 Wochen jeder Tag an dem man kaufte ein guter Tag. Denn man kaufte deutlich tiefer als in der Woche danach.  

Die hohen Gaspreise stützen die weltweite Öl-Nachfrage. Und die Entscheidung der  OPEC+ die Fördermengen nicht zu erhöhen sorgen für den Rest.

Zudem hier nochmals zu erwähnen: Die Abgabe für Brennstoffe steigen in der Schweiz ab 1.1.2022 um weitere Fr. 6.85 per 100 Liter. Die Nachfrage bleibt also weiter sehr hoch. Und die Kapazitäten der Händler sind auch nicht unerschöpflich.  Also zögern Sie nicht und füllen Sie Ihre Tanks noch diese Woche auf!

Börsendaten 21.10. 2021 um 07:00 Uhr

ICE-Gasoil NOV: $748.00

ICE-Brent DEZ: $85.75

NY-Rohöl WTI NOV: $83.50

US-Dollar/CHF: 0.9251

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Der Tatsache ins Auge schauen

Die traurige Tatsache heute: der nächste Schub nach oben wurde gestern gestartet. Und einmal mehr hat sich gezeigt, WO «unsere» Preise für Heizöl- und Treibstoffe «gemacht» werden: in NY und nirgends anderswo. Bis zum frühen Abend einigermassen ruhiger Handel in London, also Europa. Nach 18 Uhr übernahm dann aber NY das Kommando am Preissteuer und dirigierte das Kursschiff steil nach Norden, also nach oben.

Es ist richtig, dass «irgendwann» eine Korrektur kommt. Aber, die grosse und alles entscheidende Frage ist und bleibt doch: «WANN und ab WELCHEM Niveau»? Niemand weiss, wie lange auf der Zeitachse die aktuelle Situation noch dauern wird und wie weit nach oben es auf der Preisachse noch geht. Sicher ist aber, dass diese «Krise» in den nächsten Wochen NICHT beendet werden wird.

Die Situation auf dem Energiemarkt spitzt sich weiter zu – und dies Eingangs Winter und vor allem mitten in der Phase der «Nach-Corona-Erholung» mit generell steigender Nachfrage an Konsumgütern aller Art. Was unter anderem auch die Nachfrage nach Transportkapazitäten antreibt.

Die Preise für Gas und auch Kohle sind bekanntlich förmlich explodiert. Wo technisch wie vertraglich möglich, steigen erste, namhafte und sehr grosse Gas-Verbraucher auf Heizöl um, bzw. haben es bereits getan. Auch der Stromkonsum nimmt zu, erste Szenarien, dass diese Energie in den kommenden Wochen und Monaten knapp wird und wie diesem Engpass begegnet werden kann, werden immer mehr zum Thema.

Wie «wirklich, realistisch» diese sich anbahnende Krise wirklich ist, weiss wohl niemand. Und diese Frage wird erst nach deren Beendigung – wahrscheinlich Frühling/Sommer kommenden Jahres – beantwortet werden können. Das nützt uns nichts, wir müssen mit den Tatsachen umgehen können, ihnen ins Auge sehen. Und die Tatsache ist: die Preise werden weiter steigen, die Krise (mit oder ohne Gänsefüsslein) ist wohl bei weitem nicht beendet. Ich habe bereits im Marktbericht am 7. Oktober an dieser Stelle auf die «Erste Ölkrise 1973» hingewiesen. Es scheint sich nun tatsächlich – wie damals getitelt – ein «Déjà-vu» abzuzeichnen.

Börsendaten 15.10. 2021 um 08:30 Uhr

ICE-Gasoil NOV: $743.50 (+16.00$)

ICE-Brent DEZ: $84.80 (+0.80$)

NY-Rohöl WTI NOV: $82.00 (+0.69$)

US-Dollar/CHF: 0.9232 (-0.0006)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Das «Öl-Mantra»

Es bleibt uns – so langweilig und eintönig es auch sein mag – nichts anderes übrig als uns immer und immer wieder zu wiederholen: «Heute Preise erneut höher». Gestern hatten wir noch die Hoffnung auf eine temporäre «Verschnaufpause», welche uns vielleicht ein ganz wenig tiefere oder zumindest nicht wieder sofort steigende Heizöl- und Treibstoffpreise gebracht hätte. Dem ist aber leider nicht so. In London und NY wurde der leichte Rücksetzer gestern Nachmittag von den Haussiers SOFORT wieder als Einstiegsgelegenheit eingestuft mit dem Resultat, dass Gasoil London (Berechnungsgrundlage unserer Heizöl- und Dieselpreise) gleich wieder um ca. $16/Tonne in die Höhe schoss. Aber für einmal erhielten wir Schützenhilfe vom Dollar: dieser schwächelte gestern deutlich, was den Ölanstieg dann umgerechnet ich Schweizerfranken deutlich abfederte.

Es ist wirklich langweilig und «eintönig», aber im Moment spricht einfach alles für steigende Preise: der äusserst starke Haussetrend in London und NY, die Warenknappheit bei Gas und Kohle, was die Ölnachfrage nach oben treibt, weltweite (Reise) Lockerungen was die Pandemie betrifft. Und Schweiz intern: die Frachtkosten auf dem Rhein steigen wegen Nachfrage und Wasserrückgang, stark ansteigende, saisonale Nachfrage von Konsumentenseite, zusätzliche angeheizt wegen der CO2-Erhöhung von CHF 6.85 per 100 Liter durch den Bund per 1. Januar 2021. Es gibt nichts, wirklich nichts, was auf einen sensiblen Rückgang in den kommenden Wochen und Monaten hinweisen würde. Und was die Einkaufspsychologie betrifft: lesen Sie unseren gestrigen Bericht.

Börsendaten 14.10. 2021 um 08:30 Uhr

ICE-Gasoil NOV: $731.00 (+7.75$)

ICE-Brent DEZ: $83.95 (+0.77$)

NY-Rohöl WTI NOV: $81.16 (+0.72$)

US-Dollar/CHF: 0.9220 (-0.0020)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Der Zeitpunkt der Kaufentscheidung

Der gestrige Tag brachte eine Verschnaufpause – was den unaufhaltsamen Anstieg der Ölpreise betrifft. Möglich, dass diese Verschnaufpause allenfalls noch einen, zwei Tage anhält und uns dann wieder ein Kauffenster bietet – vielleicht.

Keine Verschnaufpause hingegen bei den Transportkosten auf dem Rhein zwischen Rotterdam und Basel. Diese sind innerhalb einer Woche um CHF 14.- per Tonne nach oben geklettert. Dies allerdings ist keine Überraschung in den Herbstmonaten, wo die Wasserstände – die Pegel – auf dem Rhein und andern Flüssen und Seen, welche als Wasserspeicher dienen, regelmässig fallen. Für uns leider ein zusätzlicher Haussefaktor.

Zum Thema Heizöl- und Treibstoffeinkauf und somit zur subjektiven Einschätzung der Preise «wie hoch ist hoch – wie tief ist tief». Entscheidend ist doch immer der Zeitpunkt der Kaufentscheidung. Wer sich vor drei Wochen nur mühsam zum Kauf (Zukauf, Aufstocken etc.) bewegen konnte, ist heute mehr als glücklich darüber. Aus heutiger Sicht wird der Preis von vor drei Wochen als «TIEF, als TOP und Superentscheid» eingestuft. Ist es ja auch, weil ca. CHF 8.- tiefer als heute! Dannzumal war er aber – subjektiv gesehen – HOCH, weil ja vorher immer steigend. Dies wird nun auch die gleiche Situation sein, wenn nun allenfalls eine Querphase oder vielleicht eine zaghafte Abwärtskorrektur erfolgt und als Kauftag, Kaufniveau eingestuft wird. Es ist menschlich: man vergleicht immer dem vorherigen, mit der Vergangenheit. Und da lagen die Preise immer tiefer. ABER: in den vergangenen beinahe 12 Monaten – seit dem 9. November 2021 (=Zulassung des ersten Impfstoffes) – war JEGLICHER Rücksetzer ein Volltreffer.

Sicher, einmal wird diese Kette reissen und der letzte Kauf wird «in die Hose» gehen, aber alle andern Käufe vorher haben sich mehr als ausbezahlt. Also dieses Risiko darf eingegangen werden, zumal ja kein Ende der Hausse in Sicht ist – «the Trend is your friend». Wer also diese Strategie gefahren ist und weiter fährt, ist gut bedient. Und eben, wer weiss denn, «wie hoch HOCH wirklich ist», wo das Ende der Fahnenstange erreicht ist? Und im Moment zeichnet sich auf jeden Fall kein Ende der generellen Hausse ab.

Börsendaten 13.10. 2021 um 08:30 Uhr

ICE-Gasoil NOV: $721.25 (+1.25$)

ICE-Brent DEZ: $83.36 (-0.06$)

NY-Rohöl WTI NOV: $80.63 (-0.01$)

US-Dollar/CHF: 0.9293 (-0.0017)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Die entscheidenden Fragen für Preisrückgang: wann, ab welchem Preisniveau, wie tief

Und jeden Tag das gleiche Bild: die Preise klettern fast unaufhaltsam nach oben. So auch gestern. Nur gestern – bei wegen Feiertag geschlossener US-Börse – fehlte der Leithammel für «unsere» Börse in London. Und somit wurde der Mut der Europäer für einen Alleingang ohne grossen Bruder an der Seite ab zweiter Hälfte Nachmittag doch wieder kleiner. Will heissen, dass die Kursspitzen mit ca. $20/Tonne Kursgewinnen beim Gasoil nicht bis zum Abend verteidigt werden konnten. Somit werden wir heute nur leicht höhere Preise serviert bekommen gegenüber gestern.

Schon beinahe eine Erleichterung in Anbetracht und Vergleich zu den täglichen Preissteigerungen der vergangenen Tagen. Denn seit gestern vor einer Woche (Montag 4.10.) wurde das Preisgefüge bei Heizöl und Diesel um ca. CHF 4.00 per 100 Liter angehoben und innerhalb eines Monats, also seit Anfang September um über CHF 11.00 per 100 Liter! Und dazwischen lediglich EINE EINZIGE Korrektur von nur gerade EINEM Tag mit wirklich tieferen Preisen!

Sicher, dies wird nicht «ewig» so weiter laufen – irgendwann kommt die Korrektur. Aber die entscheidenden Fragen sind doch: a) wann setzt diese ein, in den nächsten Tagen oder erst im Frühling? und b) bis wie hoch werden die Preise noch klettern bis zum Abdrehen nach unten und c) wird das aktuelle, also jetzige Preisniveau dann auch wieder erreicht? Denn eines darf nicht vergessen werden: eine Expresslieferung bringt hohen Mehrkosten für ALLE Beteiligten nur Ungemach und Stress.

Börsendaten 12.10. 2021 um 08:15 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $727.75 (+0.25$)

ICE-Brent DEZ: $83.85 (+0.20$)

NY-Rohöl WTI NOV: $80.70 (+0.18$)

US-Dollar/CHF: 0.9273 (+0.0003)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Vom Überangebot 2020 zur Knappheit 2021

Leider keine entspannenden Nachrichten von der Heizöl- und Treibstoff Preisfront. Die Preise sind auch gegenüber Freitag wieder gestiegen. Überhaupt läuft alles gegen den Endverbraucher.

Nach den unaufhaltsam kletternden Heizöl- und Treibstoffpreisen sind nun auch die Temperaturen – gefühlt – viel früher wirklich kühl geworden, wie in den Vorjahren. Dies kurbelt die Nachfrage zusätzlich an. Denn: viele Verbraucher haben angesichts der seit nunmehr einem Jahr kontinuierlich steigenden Heizölpreisen und im Vergleich zu den «Corona-Heizölpreise» ihre Tanks nur teilweise oder gar nicht nachgefüllt. Immer in der Hoffnung «es kommt schon wieder tiefer». Und immer im Trugschluss im Vergleich zu den «Corona-Heizölpreisen» zwischen April und Anfang November 2020, welche teilweise historisch tief waren.

Und nun, nur ein bis eineinhalb Jahre später Preise, welche kontinuierlich steigen, bedingt durch eine ebenfalls genau gegenteilige Situation wie zu Corona-Zeiten. Während dannzumal die Preise wegen Überangebot an den internationalen Märkten «in den Keller rauschten», gehen sie nun kaum ein Jahr später wegen erhöhter Nachfrage und befürchteter Knappheit durch die Decke. Grund sind die geringeren Gaslieferungen aus Russland, welche durch Kohle und Heizöl kompensiert werden müssen. Zudem hat die Nachfrage nach Flugbenzin nach den vielen Lockerungen weltweit markant zugenommen und damit natürlich auch generell die Nachfrage.

Und für uns Schweizer droht per 1. Januar 2022 zusätzlich Ungemach: die CO2-Steuer wird um CHF 6.85 per 100 Liter erhöht. Dies wird die Nachfrage ab jetzt und vor allem im November und Dezember zusätzlich massiv erhöhen. Dies wird vor allem die Transportkapazitäten an das Belastungsmaximum bringen.

Also, auch wenn wir noch so gerne von Silberstreifen am Preis-Horizont berichten und melden würden, es sind keine Sicht.

Börsendaten 11.10. 2021 um 09:00 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $726.00 (+9.25$)

ICE-Brent DEZ: $83.86 (+1.47$)

NY-Rohöl WTI NOV: $81.04 (+1.69$)

US-Dollar/CHF: 0.9266 (-0.0009)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Einkauffenster zu geknallt – keine Hoffnung auf Rückgang am Ölmarkt

Unser gestriger Tipp «HeuteKauftag» war (einmal mehr) goldrichtig. Was gestern die Preise gegenüber vorgestern tiefer, sind sie heute in etwa wieder höher!

Und die Börsenkurse bewegen sich weiter erratisch: gestern zuerst am frühen Morgen bis gegen 10h nochmals ca. $20/Tonne beim Gasoil runter und in der Folge kontinuierlich bis heute früh wieder ca. $35/Tonne und mehr hoch! Der gestrige Einbruch war «überfällig» – zu überhitzt gingen die Kurse in den vorangegangenen 48 Stunden hoch. ABER: an der generellen Situation, dass die Gaspreise wegen Verknappung durch die Decke gingen und somit Kohle und Öl als Ersatz vor allem für die Verstromung eingesetzt werden, daran hat sich gar nichts geändert. Zudem immer weitere, weltweite Lockerungen in den Reisebeschränkungen, was Nachfrage nach Flugbenzin und vor allem auch Ankurbelung des Konsums nach sich zieht.

Also. Auch wenn das hohe Preisniveau einem widerspricht und der «Wunschpreis» an einem völlig anderen Ort eingebettet ist, die Situation «ist wie sie» und das Preiskarussell wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter nach oben bewegen. Denn nicht wir Endkonsumenten bestimmen m it unserem Wunschdenken den «Preis», sondern das Gros der professionellen Marktteilnehmer. Und deren Meinung ist in diesen Zeiten ganz klar nach oben eingestimmt.

Und wir wiederholen unser nun knapp ein Jahr altes und wöchentlich mehrmals wiederholtes Credo: tiefere Preise sind jedes Mal Kaufniveau.

Börsendaten 8.10. 2021 um 08:00 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $715.50 (+11.00$)

ICE-Brent DEZ: $83.07 (+1.12$)

NY-Rohöl WTI NOV: $79.47 (+1.17$)

US-Dollar/CHF: 0.9300 (+0.0009)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Heute Kauftag – Déjà-vu zu Erster Ölkrise 1973?

Nach einem letzten Schlussspurt nach oben kamen alle Energiepreise an den internationalen Ölbörsen – einschliesslich Gas – unter Druck. Der Rückgang beim Gasoil betrug in etwa $25/Tonne. Zu «normalen» Zeiten ein gewaltiger Rückgang, ein Erdbeben! Aber aktuell ist nichts mehr «normal». Seit Freitag allein schossen die Gasoilpreise in London ca. $50/Tonne nach oben! In diesem Konsens sind also diese $25/Tonne Rückgang als «völlig normal» einzustufen.

Wer nun also glaubt, jetzt sei alles vorbei, wird sich gewaltig täuschen. An der Situation, dass durch die Gasknappheit – mit welchem Ursprung auch immer – die Nachfrage nach Kohle und Öl als Ersatzprodukt vor allem zur Verstromung markant gestiegen ist, hat sich nichts, aber auch gar nichts geändert. Der gestrige Rückgang war lediglich bedingt durch Gewinnmitnahmen von den rein spekulativ operierenden Börsenteilnehmer. An den Fakten, dass Gas knapp bleibt, die Kohlehalden sich leeren und auch Öl als Ersatz eingesetzt wird, hat sich überhaupt nichts geändert. Und dies alles zu Beginn der Wintersaison!

Also: heute dürfte Kauftag sein. Die Preise liegen einiges unter dem gestrigen Niveau. Und wer einerseits auf Preise von Mitte vergangener Woche hofft oder dass alles «vorbei» ist und es nun tüchtig runter geht, dürfte enttäuscht werden. Und wie schnell im Moment alles nach oben rauschen kann, haben die vergangenen drei Tage, drei Wochen gezeigt.

Ob sich das gleiche Szenario wie dannzumal während der ersten so genannten «Ölkrise» von 1973 abspielen wird, ist nicht zwingend. Aber irgendwie lässt sich jene Krise mit der heutigen vergleichen. Dannzumal drehte die OPEC dem ganzen Westen den Ölhahn zu. Öl wurde weltweit knapp und führte bei uns in der Schweiz zu so genannten autofreien Sonntagen, um Energie zu sparen! Diesmal sind die Gaslieferungen aus Russland der Ursprung der Krise. Und wie es scheint, hat diese Krise erst begonnen.

Börsendaten 7.10. 2021 um 08:30 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $703.25 (-0.25$)

ICE-Brent DEZ: $80.99 (-0.09$)

NY-Rohöl WTI NOV: $76.91 (-0.52$)

US-Dollar/CHF: 0.9264 (-0.0011)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Energie Engpass zu Beginn des Winters? Ein Horrorszenario

Weiterhin massive Preissteigerungen an den internationalen Ölmärkten. Es scheint kein Halten zu geben. Die Angst geht um, dass die Verknappung von Gas eine Verknappung von Kohle und auch Öl nach sich zieht. Richtig ist, dass die Kohle als Gasersatz zur Verstromung wirklich knapp geworden ist, bzw. die Lagerhalden ab gebaut werden und auch vermehrt Öl als Gasersatz eingesetzt wird. Zusammen mit der wirtschaftlichen Nach-Corona Erholung und den technischen Problemen der OPEC-PLUS Allianz die Erdölproduktion wunschgemäss zu steigern, kann dies wirklich zu einem generellen Energie Engpass führen – und dies zu Beginn des Winterhalbjahres in der nördlichen, wirtschaftlich starken Hemisphäre. Wieviel in den aktuellen Preissteigerungen auch Spekulation und Hysterie enthalten ist, kann nicht beziffert werden. Tatsache ist aber, dass «die Preise da sind wo sie sind», also dem weltumspannenden Gesetz von Angebot und Nachfrage entsprechen. Und daran gibt es nichts und wirklich auch gar nichts zu rütteln.

Sicher hingegen ist, dass das Preisniveau dieses Sommers von rund CHF 15.- per 100 Liter tiefer als aktuell, bis auf weiteres wirklich kein Thema mehr sein werden. Nur wer schon am Freitag auf die Karte «Warten, die Preise kommen schon wieder runter» gesetzt hat, sieht sich heute mit einem rund CHF 4.- bis CHF 5.- per 100 Liter höheren Preisniveau konfrontiert!

Börsendaten 6.10. 2021 um 08:55 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $726.75 (+6.50$)

ICE-Brent DEZ: $83.26 (+0.25$)

NY-Rohöl WTI NOV: $79.61 (+0.68$)

US-Dollar/CHF: 0.9296 (+0.0013)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Unsere subjektive Einschätzung täuscht oft

Es tut schon beinahe «weh», jeden Tag in die gleiche Kerbe schlagen zu müssen. Die Preise steigen und steigen und ein Ende oder gar eine Trendwende nach unten ist nicht in Sicht.

Wir Menschen neigen oft dazu, Situationen subjektiv, aus persönlicher, aktueller Wahrnehmung zu beurteilen. So auch die aktuelle Preissteigerung, Preiskonstellation für unsere Heizöl- und Treibstoffpreise. Wir vergleichen – bzw. haben keine andere Wahl – immer mit der Vergangenheit. Noch vor einem Monat notierten wir rund CHF 10.- per 100 Liter tiefere Preise als heute. Jenes Niveau stuften wir dannzumal als «hoch» ein im Vergleich zu jenem nochmals zwei Wochen früher Mitte August, wo die Preise nochmals ca. CHF 4.-%Liter tiefer lagen. Aus heutiger Sicht gehen jene Preise als «Schnäppchen» durch!

Niemand kann sagen, wie weit die Preise noch weiter klettern können, wie lange der Gasengpass aus Russland noch andauert und dadurch vermehrt Kohle und Öl als Sublimationsprodukt zur Verstromung oder als Gasersatz generell eingesetzt werden. Sicher ist auf jeden Fall, dass wir in den «Köpfen» der sich nun in unglaublicher Anzahl tummelnden Marktteilnehmer an den Börsen ein Energie Engpass abspielt. Und dies führt zu – meist – spekulativ fussenden Käufen. Und solange dieses «Argument» bei den Anlegern «zieht», solange wird auch der Wind weiter und allenfalls tüchtig Richtung Norden wehen (nach oben).

Die Preise erscheinen uns – wie gesagt – subjektiv als «hoch». Wir erinnern uns, dass wir aber auch 2008 Heizölpreise um ca. CHF 140.- per 100 Liter hatten. Notabene dannzumal noch ohne die aktuellen CO2-Ababen von ca. CHF 26.- per 100 Liter! Aber auch im Sommer 2014 lagen die Heizölpreise weit jenseits der 100-er Schwelle.

Hoffen und warten auf tiefere Preise lohnt sich also kaum. Die Heizungen sind angeworfen und die Nachfrage steigt kontinuierlich – vor allem auch im Hinblick auf die erneute CO2-Erhöhung von CHf 6.85 per 100 Liter ab dem 1.1.2022.

Börsendaten 5.10. 2021 um 08:45 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $699.25 (+1.75$)

ICE-Brent DEZ: $81.51 (+0.25$)

NY-Rohöl WTI NOV: $77.77 (+0.15$)

US-Dollar/CHF: 0.9264 (+0.0017)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Weltweiter Energie-Engpass?

Die Freude Bären – jener Teil der weltweiten Marktteilnehmer, welche mit tieferen Preisen liebäugeln – war am Freitag nur von kurzer Dauer. Bereits am späteren Nachmittag wurde das Steuer zum Wochenausklang erneut von den Bullen übernommen – das sind dann jene Marktteilnehmer, welche sich an steigenden Preisen erfreuen. Somit starten wir nicht nur mit erneut höheren Preisen in die erste Oktoberwoche, sondern leider auch mit neuen Jahreshöchstpreisen. Und ein Ende der Spirale scheint nicht in Sicht.

Die OPEC dürfte heute an ihrem ordentlichen Meeting die bereits im Sommer beschlossene, monatliche Produktionserhöhung von 400’00 Fass pro Tag bestätigen. Diese monatliche Quotenerhöhung wird so lange aufrechterhalten, bis das Produktionsniveau vor Ausbruch der Pandemie wieder erreicht ist. Aus inoffiziellen Quellen steht gar eine vorübergehende, zusätzliche Produktionserhöhung zur Debatte, um aktuelle, weltweite Engpässe von Gas und Strom kompensieren zu können.

Generell gehen weltweit die Analysten und Marktteilnehmer also davon aus, dass die sich nach Corona scheinbar auf der Überholspur befindende Konjunktur in eine Energie-Unterversorgung zusteuern könnte. Mit Produktionssteigerungen innerhalb der OPEC-PLUS und auch in den USA, wo die Fracking Anlagen wieder überall hochgefahren werden und gutes Geld abwerfen, will man Engpässe und somit ein Abwürgen des Wirtschaftsmotors verhindern. Das heisst nun nicht, dass die Preise nach unten drehen – im Gegenteil: man will lediglich ein zu schnelles Hochschnellen der Preise verhindern, was ebenfalls schlecht für die Wirtschaft wäre. Eines scheint also mehr oder weniger sicher: die Chancen für einen Preiseinbruch sind markant kleiner wie das Risiko weiterer und deutlicher Kursavancen.

Börsendaten 4.10. 2021 um 09:00 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $678.00 (+4.75$)

ICE-Brent DEZ: $78.87 (-0.41$)

NY-Rohöl WTI NOV: $75.73 (-0.43$)

US-Dollar/CHF: 0.9302 (-0.0005)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Die Ruhe vor oder nach dem Sturm?

Nach einem turbulenten Donnerstag war der Ölpreis kurzzeitig auf + 1.00 CHF angestiegen. Heute Morgen ist er aber wieder auf gleichem Niveau wie gestern vor dem Anstieg. Es ist abzuwarten, ob nun der Preis auf diesem Niveau bleibt oder stetig nach oben geht. Die Tendenz ist momentan aber eher steigend.

Die OPEC+ hält an folgender Aussage fest. Der Markt ist kurzfristig stark unterversorgt, wird 2022 stark überversorgt sein und für November wird man die geplante Produktionssteigerung von +0.4 Mio. B/T unverändert beibehalten.

Die Gaspreise sind verglichen mit Ende September 2020 sogar schon 5 mal teurer – damals kostete ein British Thermal Unit an der ICE noch etwa 43 Dollar. Mit diesen steigenden Energiepreisen an den Globalen Börsen haben Stromversorger einen Anreiz anstatt mit Gas oder Kohle, nun auf Öl zurückzugreifen. Da dieser Preis weniger stark angestiegen ist als der Gaspreis. Einige Kraftwerke in Pakistan, Bangladesch sowie dem Mittleren Osten auf Öl umgestellt, was die Nachfrage nach diesem Kraftstoff ebenfalls stützt.

Börsendaten 1.10.2021 um 07:37 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $671.00 (+3.00$)

ICE-Brent DEZ: $78.17 (-0.23$)

NY-Rohöl WTI NOV: $74.87 (+0.13$)

US-Dollar/CHF: 0.9321 (-0.0028)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Ölpreise bleiben im Aufwärtstrend

Die Ölpreise sind im Vergleich zum Mittwoch wieder gestiegen. Die Benzinnachfrage in den USA steigt trotz höheren Preisen auf das Vorkrisenniveau. Dies ist ein Indikator für eine steigende Wirtschaftsaktivität und Konsumlaune in den USA und wirkt damit bullish. Auch die Lockerung der US-Einreisebestimmung ist sicher ein Einflussfaktor.

In China herrscht momentan eine Energiekrise. Die Ursache sind hohe Preise auf Kohle und Gas, welche die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt nun zu spüren bekommt. Es gibt immer mehr Stromausfülle im Land und die Bevölkerung wird durch die Regierung aufgefordert Strom zu sparen. Auch die Industrie wird angehalten nur noch produktionsnotwendige Geräte in Betrieb zu lassen.

Börsendaten 30.9. 2021 um 09:16 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $668.00 (+13.25$)

ICE-Brent NOV: $78.40 (+0.72$)

NY-Rohöl WTI NOV: $74.74 (+0.85$)

US-Dollar/CHF: 0.9349 (+0.0053)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Wird der Öl-Gas-Kohle-Strom-Engpass Tatsache?

So, endlich: das Einkauffenster wurde gestern späten Nachmittag aufgerissen – und zwar tüchtig aufgerissen! Bringt uns heute deutlich tiefere Heizöl- und Treibstoffpreise. Und somit die Einkaufgelegenheit. Die Entwicklung der Preise in den vergangenen 12 Monaten hat uns ganz eindrücklich aufgezeigt – ausnahmslos – dass jeglicher Preisrückgang NUR temporär und zeitlich wie preismässig limitiert war. Und jedes Mal wurde auch die Einkaufgelegenheit schnell wieder beendet. Ein Zögern und Spekulieren auf einen zusätzlichen, allenfalls noch massiveren Rückgang werden sich nicht ausbezahlen. Vielleicht dass heute und allenfalls morgen noch leicht etwas nach unten drinnen liegt. Es wäre aber schade, die aktuelle Gelegenheit zu verpassen. Denn die vergangenen 12 Monaten haben auch aufgezeigt, dass das Preisniveau der vorherigen Einkaufgelegenheit jeweils nicht mehr erreicht wurde!

Die Verfechter für einen strikten Ausstieg aus den fossilen Brenn- und Treibstoffen und Umlagerung auf Strom dürften in diesen Tagen und Wochen wohl ihr erstes Problem erhalten. Denn diesen Herbst dürfte sich das Problem der Stromversorgung erstmals zeigen. Durch die Verknappung der Gaslieferung mussten einige stromerzeugende Gaskraftwerke auf Kohle umsteigen. Nun sind die Kohlehalden praktisch leer und die Nachfrage nach Gas wird zusätzlich gesteigert. Nun haben also nicht nur die Gaskraftwerke ein Problem, sondern auch die Kohlekraftwerke. Wo möglich, wird auf Öl umgestiegen, was dessen Nachfrage ebenfalls erhöht. Auf jeden Fall dürfte der Strom knapp werden. Und in der Schweiz wird der billige (Import) Strom, welcher über Nacht für die Pumpspeicherwerke benötigt wird, wohl auch nicht mehr im Übermass vorhanden sein und so billig bleiben! Mal schauen, wie sich die grüne Seite zu diesem Problem stellt, sollte die Situation sich gar noch verschärfen!

Auf jeden Fall sind dies ganz schlechte Voraussetzungen, dass die Ölpreise fallen könnten. Ein Grund mehr, das aktuelle Einkauffenster zu nutzen. Denn für die kommenden Monate muss nun wohl oder übel mit weiter steigenden Preisen gerechnet werden.

Börsendaten 29.9. 2021 um 08:25 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $654.75 (-9.50$)

ICE-Brent NOV: $77.68 (-1.41$)

NY-Rohöl WTI NOV: $73.89 (-1.40$)

US-Dollar/CHF: 0.9296 (-0.0001)

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: 240% Preissteigerung innert elf Monaten – und kein Ende in Sicht

Als gäbe es kein Halten! Die Preise klettern und klettern. Jegliche Preis stützende Meldung wird an den Börsen gleich in ein deutliches Plus umgewandelt. Und dieses wirkt sich natürlich sofort und unmittelbar auf unsere Heizöl- und Treibstoffpreise aus, da diese ja ein Börsenprodukt geworden sind.

Nach der Rohölschwemme zu Beginn der Pandemie im Frühling bis Sommer 2020 erlebte die Welt eine wahrhafte Ölschwemme. Die weltweite Nachfrage fiel massiv schneller in sich zusammen, als dass die weltweite Rohölproduktion gedrosselt werden konnte. Mit dem Resultat, dass die Preise fast ins Bodenlose sanken. Mit der Erholung ab Anfang November 2020 drehte sich dann der Spiess allerdings. Seit bald einem Jahr klettern die Preise unaufhaltsam nach oben. Als Beispiel beim Gasoil London – dem Grundprodukt für unsere Heizöl- und Dieselpreise – von rund $280/Tonne im November 2020 auf aktuelle $670/Tonne! Eine Steigerung von knappen 240%. Und so wie die Rohölproduktion im Frühling 2020 nicht schnell genug heruntergefahren werden konnte, so scheint es, dass im Moment diese der Nachfrage hinterher hinkt. Gebündelt mit dem Explodieren der Gaspreise (wegen Knappheit aus Russland) und den wahrscheinlich noch monatelang anhaltenden Förderausfällen im Golf von Mexiko nach den Verwüstungen durch Hurrikan Ida Anfang September, wird das Angebot noch zusätzlich verknappt.

Sicher gibt es keine Einbahnstrasse nur nach oben. Wenn sich aber die Gelegenheit eines nur leichten Rückgang bietet, ist dies ein Muss zum Kaufen. Denn vorerst ist nichts, aber auch wirklich nichts am Horizont ersichtlich, was auf nachhaltigen Rückgang schliessen liesse.

Börsendaten 28.9. 2021 um 08:25 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $676.50 (+7.25$)

ICE-Brent NOV: $8068 (+1.15$)

NY-Rohöl WTI NOV: $76.61 (+1.16$)

US-Dollar/CHF: 0.9282 (+-0.0024)