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Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Tiefere Preise zum Wochenstart

Heute Morgen starten wir mit tieferen Preisen in die neue Woche. Dies aufgrund der nachgelassenen Wirtschaftstätigkeit in China, welche man der „Null-Covid-Politik“ verdanken kann. Letzten Monat ging im Jahresvergleich die Industrieproduktion im Land um -2.9% zurück. Im März sei sie noch um +0.5% angestiegen. Auch die Einzelhandelsumsätze sanken folgend um -11.1%. Laut der IEA könnte daher, insbesondere im vierten Quartal, mit einem Rückgang des globalen Nachfragewachstums gerechnet werden. Die OPEC korrigierte zuvor ihre Prognose für das Ölnachfragewachstum im 2022 erneut nach unten.

Der Abwärtsspielraum wurde jedoch begrenzt. Spekulanten gehen davon aus, dass eine Einstimmigkeit für das EU-Ölembargo gegen Russland doch noch erreicht werden könnte. In dem Fall, könnte ein erneuter Preissprung nach oben erfolgen. Stützend wirkt die steigende Nachfrage nach Kraftstoffen, welche aufgrund der baldigen US-Sommerfahrsaison zunehmen wird.

Börsendaten 16.05.2022

ICE-Gasoil Juni: $ 1‘079.75

ICE-Brent Juli $ 109.92

NY-Rohöl WTI Juni $ 109.21

US-Dollar/CHF: 1.0036

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Volatiler Handel geprägt von Versorgungsnot und Rezessionsangst

Der Handel an den elektronischen Märkten bleibt getrieben von Angst, geprägt von Versorgungsnot und von hoher Volatilität.

Die Inflation steigt weltweit in schwindelerregende Höhen, so dass die meisten Notenbanken weltweit ihre Geldpolitik merkbar gestrafft haben – allen voran die Fed, die im Mai schon den zweiten Zinsschritt gemacht hat. Mit flächendeckenden Lockdowns in China, einer der grössten Volkswirtschaften der Welt, wächst zudem die Angst vor einer globalen Rezession.

Die aktuelle Situation wird sich voraussichtlich erst verbessern, wenn China die «Zero-Covid» Regelung zusammen mit den Lockdowns begräbt. Zeitgleich muss sich der Konflikt in der Ukraine beruhigen, die OPEC+ die Förderquote erhöhen, die weltweiten Lagerbestände müssen aufgebaut werden und die Welt beweisen, dass sie auch ohne russisches Öl funktionieren kann. Zu viele Baustellen um von einem zeitnahen Rückgang auf vor-Corona-Niveau träumen zu können.

Börsendaten 13.05.2022

ICE-Gasoil Juni: $ 1’089.00

ICE-Brent Juli $ 109.18

NY-Rohöl WTI Juni $ 107.57

US-Dollar/CHF: 1.0025

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Durchatmen und vor allem durchlüften; ein Einkauffenster hat sich geöffnet

Nach Eröffnung der Börsentätigkeiten in New York gestern um ca. 15:30 Uhr, begannen die Preise zu schwächeln und stürzten dann rund eine Stunde später vollends ab. Erstaunt uns eigentlich nicht sonderlich, denn die Neuigkeiten, dass Russland einen Abnehmer für russisches Öl zu vergünstigten Preisen bereits gefunden hat, wirkt eher «bearish» auf unsere Preise. Und dies bringt uns heute nun ein Einkauffenster, welches es zu nutzen gilt. Denn grundsätzlich bleibt die Lage am Markt angespannt – denn übergeordnet ist und bleibt der Markt fest – daher können wir mit weiteren, starken Ausschlägen nach oben in Zukunft rechnen.

Die aktuellsten Wirtschaftsaussichten scheinen nicht gerade rosig, denn nun vermeldet auch Nordkorea, dass sie wieder anfangen Städte abzuriegeln, da sie die ersten Coronafälle, nach angeblich über zwei Jahren, zu beklagen haben. Es scheint leider fast schon so, als würde das Thema «Corona», welches Mitte Februar 2022 wie aus dem nichts verschwand, wieder vermehrt diskutiert werden. Zudem spürt und sieht man auch die zunehmende  Präsenz, welche Corona in unseren Boulevardblättern kriegt. Wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Ganze auch wieder in der Schweiz zum Thema wird. Womöglich wird der Übergang vom Krieg zurück zum «Leben mit Corona» gleichermassen flüssig sein, wie damals der Übergang vom «Leben mit Corona» zum Krieg.

Börsendaten 12.05.2022  – 08:34

ICE-Gasoil MAI: 1’088.25$
ICE-Brent JUL: 105.88$
NY-Rohöl WTI JUN: 103.91$
US-Dollar/CHF: 0.9963

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Ölmulti senkt Angebotspreise für China

Der saudische Ölmulti Saudi Aramco hat die Rohöl-Angebotspreise für Juni für den asiatischen Markt deutlich gesenkt. Das zeigt, dass man weiterhin mit einer schwachen Ölnachfrage aus China rechnet. Es wird weiter an der strengen Null-Covid-Strategie festgehalten. Dies hat auch Auswirkungen auf den Welthandel. Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte man mit Verzögerungen von Waren aus China mit mehreren Wochen gerechnet. Aktuell ist unklar, ob ein Teil der Waren überhaupt je ankommt. Wie lange werden aufgrund der Lockdowns die Häfen und Fabriken noch geschlossen? Sind dies noch Wochen oder gar mehrere Monate? Falls grosse Häfen wie Shanghai wieder normal funktionieren, dürfte es noch trotzdem noch Monate dauern, bis die gesamte Logistik im Hintergrund wieder Tritt gefasst hat.

Die Ölembargos gegen Russland schaden Putin vermutlich weniger als gedacht. Die Russen suchen bereits neue Handelspartner. Mit Indien haben sie bereits einen gefunden. Ende März konnte man vernehmen, dass Indien russisches Öl mit einem Rabatt von 35 Dollar pro Barrel einkaufen kann. Offenbar kaufen Raffinerien in Indien beim russischen Öl-Riesen Rosneft zu Preisen, die unter 70 Dollar pro Barrel liegen könnten.

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Deutliche Preiskorrektur nach unten

Am vergangenen Sonntag beschlossen die G7-Staaten ein Ölembargo gegen Russland. Diese verpflichteten sich dazu in Zukunft kein russisches Öl mehr zu beziehen. Nach einer solchen Meldung ist es normal, dass die Preise nach oben gehen – dies war aber nicht so. Im Verlauf vom gestrigen Tag sanken die Preise kontinuierlich. Der Grund dafür könnten weiterhin die Sorgen um eine weitere Abschwächung der Weltwirtschaft sein. China befindet sich aktuell immer noch im Lockdown und wie man anhand der Konjunkturdaten sehen kann, leidet das Land massiv daran. Der chinesische Aussenhandel hat einer der tiefsten Werte der letzten zwei Jahre erreicht. Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum verschlechtert sich wieder, weshalb auch die meisten Börsen gestern rote Zahlen notierten. Bereits letzte Woche wurden enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland, USA, Frankreich, Grossbritannien und China veröffentlicht.

Zudem sind die Hoffnungen auf ein EU-Ölembargo kleiner geworden. Nachdem Deutschland für ein solches Embargo war, waren die Hoffnungen gestiegen. Jedoch haben sich jetzt die Mitgliedsstaaten gemeldet, welche stark von russischem Öl abhängig sind. Ungarn kündigte dementsprechend an, ein EU-Ölembargo stoppen bzw. blockieren zu wollen.

Die Lage bleibt wie bis anhin angespannt…

Börsendaten 10.05.2022 

ICE-Gasoil Mai: $ 1’069.50

ICE-Brent Juli $ 104.68

NY-Rohöl WTI Juni $ 101.95

US-Dollar/CHF: 0.9919

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Ende der russischen Ölimporte

Gestern haben sich die G7-Staaten auf ein Ende der russischen Ölimporte geeinigt. Diese verpflichten sich dazu, kein russisches Öl mehr zu importieren. Auch die EU droht mit einem Ölembargo gegen Russland. Deutschland hat sich bereits dazu geäussert und unterstützt solche Pläne. Die Wahrscheinlichkeit könnte somit gross sein, dass an der EU-Außenministerkonferenz, welche am 16. Mai stattfinden wird, ein solches Embargo entschieden wird. Für die Länder welche stark von russischem Öl abhängig sind, könnten Ausnahmeregelungen zustande kommen.

Die teils harten Lockdowns in China setzten sich weiterhin fort. Die Nachfrage sowie die Wirtschaft im Land werden dadurch massiv geschwächt. Dies zeigten zuletzt die nicht so erfreulichen Wirtschaftsdaten, welche letzte Woche veröffentlich worden sind. Der Welthandel wird, aufgrund der eingeschränkten Wirtschaftsleistungen des Landes, mitbelastet.

Die Ölpreise könnten demnach in den nächsten Tagen an einer massiven Volatilität leiden…

Börsendaten 09.05.2022 

ICE-Gasoil Mai: $ 1’147.50

ICE-Brent Juli $ 112.11

NY-Rohöl WTI Juni $ 109.42

US-Dollar/CHF: 0.9940

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Keine OPEC+ Überraschungen

Nach den angekündigten Sanktionen von Europa gegen Gas und Öl-Importe aus Russland (Eine Entscheidung wird heute Freitag oder spätestens am Montag fallen, hört man aus Diplomatischen Quellen vor Ort), erwägt nun auch die USA neue Sanktionen zu beschliessen.

Die Sorgenfalten der Anleger hinterliessen tiefe Furchen in der sowieso bereits gezeichneten Stirn. Die Angebotslage bleibt weiterhin kritisch. Sollte das EU Embrago durchkommen, werden die Preise wohl nochmals mit Schwung durch die Decke gehen.

Nachdem die USA im März die Freigabe von 180 Millionen Barrell aus den strategischen Reserven bekannt gegeben hat, hat Washington nun kommuniziert die Vorräte mittel- und langfristig wieder aufzufüllen. „So wie wir bei der Entscheidung, aus unseren Notreserve zu schöpfen, überlegt und methodisch vorgegangen sind, müssen wir auch jetzt bei der Auffüllung der Vorräte ähnlich strategisch vorgehen, damit sie ihre Aufgabe erfüllen und für Abhilfe sorgen können, wenn sie am meisten gebraucht werden“, sagte US-Energieministerin Jennifer Granholm.

Der Plan sieht demnach offenbar vor, schon im kommenden Herbst einen ersten Rückkauf von 60 Millionen Barrel zu veranlassen. Der Lieferzeitraum werde dann allerdings erst im nächsten Jahr liegen, hiess es aus gut unterrichteten Kreisen. Auch müsse die Marktstruktur und Dynamik berücksichtigt werden. Insgesamt scheint der Rückkaufprozess über einen Zeitraum von etwa drei Jahren geplant zu sein.

Börsendaten 06.05.2022

ICE-Gasoil Mai: $ 1’176.75

ICE-Brent Juni $ 111.70

NY-Rohöl WTI Juni $ 109.03

US-Dollar/CHF: 0.9877

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Weiterer Preisanstieg wird immer wahrscheinlicher

Gestern ein nicht ausschlaggebendes hin- und her an den Börsen beidseitig des Atlantiks. Die Schlussnotierungen lagen dann aber leicht höher, als wir in den Tag gestartet sind. Der erneute Aufwärtstrend, welcher sich Anfang letzter Woche aufgebaut hat, setzt sich also fort – wenn auch nicht mehr so dynamisch wie zu Beginn, sondern eher leicht stockend. Da man fast schon davon ausgehen kann, dass das neue Sanktionspaket von der EU gegenüber Russland angenommen wird, sollten wir uns auf einen verstärkten Aufwärtstrend gefasst machen.

Das letzte Sanktionspaket gegen Russland wurde ziemlich genau vor einem Monat beschlossen – wird auch wieder pünktlich bis Ende dieser Woche das Nächste erfolgen? Dies ist sehr wahrscheinlich. Im neusten Sanktionspaket geht es hauptsächlich um ein Embargo für russisches Öl, dabei geht es um ein vollständiges Einfuhrverbot für sämtliches russisches Öl, egal ob Seeweg oder Pipeline, ob Rohöl oder raffiniert. Zudem soll die russische Sberbank und zwei weitere grosse Banken von SWIFT abgekoppelt werden. Auch sollen Strafmassnahmen gehen hochrangige Offiziere und andere Einzelpersonen, die in Butscha Kriegsverbrechen begangen habe und die für die unmenschliche Belagerung der Stadt Mariupol verantwortlich sind, verhängt werden. Und zu guter Letzt sollen noch Sendefrequenzen in der EU, welche von grossen russischen Staatssendern genutzt werden, gestrichen werden.

Alle Zeichen zeigen auf Rot – oder in unserem Fall auf steigende Preise. Insofern das sechste Sanktionspaket der EU angenommen wird, werden wir mit grosser Sicherheit nächste Woche höhere Preise erwarten können. Aber wir können uns auch täuschen, die letzten Monate und Wochen haben immer wieder von neuem aufgezeigt, wie man mit seinen Vermutungen danebenliegen kann.

Börsendaten 05.05.2022 um 08:22h

ICE-Gasoil MAI: 1’220.75$
ICE-Brent JUN: 111.17$
NY-Rohöl WTI JUN: 108.65$
US-Dollar/CHF: 0.9739

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: EU ebnet Weg für Öl-Embargo

Nachdem schon seit Wochen darüber diskutiert wurde, hat die EU-Kommission nun tatsächlich einen Vorschlag für einen neues Sanktionspaket gegen Russland vorgelegt. Dieser enthält, anders als bisher, auch ein Einfuhrverbot für russisches Öl. Allerdings soll dieses nicht sofort kommen. Der Kommissionsvorschlag sieht längere Übergangsfristen vor, um den Ländern Zeit zu geben, die Lieferstopps aufzufangen.

Konkret heisst das offenbar, dass das Einfuhrverbot für Rohöl erst nach einer Anlaufphase von sechs Monaten gelten soll. Für Ölprodukte soll dieser Übergangszeitraum sogar acht Monate betragen. Eine Rolle soll zudem spielen, ob Lieferungen per Pipeline oder per Schiff erfolgen. Ausnahmeregelungen sollen nur für die Slowakei und Ungarn gewährt werden. Vor allem aus Budapest hatte es zuletzt heftigen Widerstand gegen ein Öl-Embargo gegeben.

Es bleibt nun abzuwarten, ob die russlandfreundliche Regierung um Ungarns Staatschef Victor Orbán sich auf den Vorschlag der EU-Kommission einlässt. Damit die geplanten Sanktionen in Kraft treten können, müssen alle 27 Mitgliedsstaaten zustimmen. Schon heute sollen deshalb die Beratungen in Brüssel beginnen. Sollte aus den Hauptstädten kein Widerstand mehr kommen, könnte das Öl-Embargo noch diese Woche beschlossen werden.

Sollten die neuen Sanktionen tatsächlich durchgesetzt werden, würde dies nochmals explosiven Zündstoff für die Rohstoffbörsen liefern. Dem Weg nach oben sind dabei schon lange keine Grenzen mehr gesetzt.

Börsendaten 04.05.2022

ICE-Gasoil Mai: $ 1’200

ICE-Brent Juni $ 106.11

NY-Rohöl WTI Juni $ 103.67

US-Dollar/CHF: 0.9791

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Ängste werden grösser

Gestern Abend zeigten wieder die Bullen was sie drauf haben. Um ca. 18 Uhr gab es beim Öl einen erneuten Aufschwung von mehr als 8 Fr. / 100 Liter – das innert einer Stunde. Grund dafür sind weiterhin die Befürchtungen, dass das sechste Sanktionspaket, welches voraussichtlich morgen vorgestellt wird, auch ein Ölembargo gegen Russland beinhaltet. Österreich, Polen und Deutschland unterstützen ein solches Embargo, Ungarn hingegen hat mit einem Veto gedroht. Ungarns Kanzleramtsminister Gulyas teilte in einer Fernsehsendung mit, dass die Lieferungen aus Russland im Moment niemand ersetzen könne. Auch sagte er, dass eine Umstellung mehrere Jahre andauern könne und dies besonders Unmengen an Geld kosten würde.

Vergangenen Samstag wurden die Wirtschaftsdaten aus China bekanntgegeben. Diese waren nicht so erfreulich und zeigten, wie sehr die harten Coronamassnahmen der Regierung die Wirtschaft und deren Konjunkturdaten am Land geschadet haben.

Die Marktteilnehmer sind aktuell sehr aufmerksam und warten gespannt auf den Entscheid der EU, welcher voraussichtlich morgen bekanntgegeben wird. So kann erneut eine hohe Volatilität auf dem Markt entstehen…

Börsendaten 03.05.2022

ICE-Gasoil Mai: $1’260.50

ICE-Brent Juli $ 107.14

NY-Rohöl WTI Juni $ 104.74

US-Dollar/CHF: 0.9782

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Fällt die EU am Mittwoch den Entscheid?

Nach dem Anstieg von letzter Woche, starten wir heute mit leicht tieferen Preisen in die neue Woche. Grund dafür sind die aktuellen Wirtschaftsdaten Chinas, welche durch die teils harten Lockdowns massiv geschwächt wurden. Die Daten wurden am vergangenen Samstag veröffentlicht und zeigen, wie sehr die Wirtschaft im Land im Moment leidet.

Die EU feilt weiterhin an einem sechsten Sanktionspaket, welches diesen Mittwoch veröffentlicht werden könnte. Die Sanktionen könnten gegen weitere Banken, darunter die grösste russische Bank (Sberbank), und den Energiehandel russlands verhängt werden. Nachdem Deutschland anfangs dagegen war, unterstützt sie unterdessen solche Pläne.

Der Abwärtsspielraum wurde durch die Befürchtungen begrenzt, dass die EU diese Woche den Entscheid über ein Ölembargo fallen könnte. Falls dies wirklich geschehen sollte, könnten die Preise erneut durch die Decke gehen und aktuelle Allzeithochs durchbrechen…

Börsendaten 02.05.2022

ICE-Gasoil Mai: $1’218.50

ICE-Brent Juli $ 106.17

NY-Rohöl WTI Juni $ 103.71

US-Dollar/CHF: 0.9733

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Zurück zu neuen Höchstwerten – Auf direktem Weg in eine Schichtenkrise

Der starke Dollar und das geringe Handelsvolumen an den Börsen in NYC und London sind direkte Auswirkungen auf die Krise in der Ukraine. Soweit alles bekannt.

Gasoil durchbrach heute Morgen erneut die 1’200 USD pro Tonne Grenze. Der Weg nach (noch weiter) oben ist wieder geebnet.

Wirtschaftspsychologen warnen bereits vor den Langzeitfolgen der aktuellen Schichtenkrise, in der wir uns befinden. Der Welt wird keine Zeit gelassen eine Krise zu verarbeiten und mit den Folgen klar zu kommen. (Corona)
Sie stürzt sich selber in die nächste – Mit fliessendem Übergang. (Ukraine)

Eine Tiefenkrise, auch Schichtenkrise, unterscheidet sich von einer «normalen» Krise dadurch, dass sie alle Ebenen unserer Existenz betrifft. Während die Finanzkrise 2009 eher das Bankensystem und die Finanzströme betraf und die Flüchtlingskrise 2015 eher auf die Politik einwirkte, wirkt eine Tiefenkrise direkt sowohl auf unser individuelles, als auch auf unser kollektives Sein. Sie verändert Institutionen, gesellschaftliche Strukturen, Machtverhältnisse und Deutungsmuster. Sie stellt unseren Alltag auf den Kopf und legt darunter verborgene Muster und Spannungen frei. Eine Tiefenkrise verändert auch das Mindset – die Art und Weise, wie Menschen Realität und Gesellschaft konstruieren.

Ob wir eine Einschätzung zur aktuellen Situation geben können? Selbstverständlich. Ob sie auch zutrifft? Da können Sie ebenso gut eine Münze werfen. Die momentane Situation ist an Volatilität nicht zu überbieten. Es wurde an dieser Stelle alles bereits gesagt. Nur noch nicht von jedem.

Börsendaten 29.4.2022

ICE-Gasoil Mai: $1’204.00

ICE-Brent Juni $ 108.40

NY-Rohöl WTI Juni $ 105.99

US-Dollar/CHF: 0.9706

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Dreht sich nun wieder die Aufwärtsspirale?

Tendenziell zeigten auch gestern alle Produkte der gesamten Ölpalette nach oben – auch wenn nur sehr minim. Vor allem Gasoil London, das Basisprodukt für unsere Heizöl- und Dieselpreise, hat allein seit Anfang Woche rund $120/ Tonne zugelegt . Auch wenn alle Produkte erneut höhere Schlusskurse wie am Vortag erzielten, der Aufwärtselan schien im gestrigen Tag etwas nachgelassen zu haben – kein Wunder nach dem ununterbrochenen Anstieg seit Montag mit einem Kursgewinn beim Gasoil von ca. 11%.

Hauptfaktor für diesen Anstieg sind wiedermal die neusten Ereignisse im Ukraine-Russland-Konflikt. Natürlich gibt es auch andere Faktoren, welche den Preis beeinflussen – diese sind jedoch in letzter Zeit in Vergessenheit geraten, da die Kriegsneuigkeiten einerseits reisserischer für die Massen, aber auch einflussreicher für unsere Preise sind. Trotz allem sollten wir alle einen Blick auf den USD/CHF-Kurs werfen. Den dieser profitierte in den letzten Wochen durch Aussagen des US-Notenbankchef Jerome Powell. Gemäss ihm, sei es angesichts der erhöhten Inflation und der Erhöhung des Leitzinses in den USA um nur 0.25% im März 2022, allerhöchste Zeit stärker zu reagieren und schlägt aufgrund dessen nochmals eine Erhöhung des Leitzinses um 0.5% vor. Die Inflation in der USA, aber auch die Inflation in der gesamten Eurozone (aktuell ca. 7.4%, Höchststand seit der Euroeinführung), wird in Zukunft wahrscheinlich noch öfters eine Rolle spielen.

Doch was bedeutet das nun für unsere Ölpreise in Zahlen ausgedrückt? Der Inlandpreis für Heizöl, aufgrund des US-Dollar Kurses, stieg allein in den letzten 4 Wochen um rund CHF 4.- / 100 Liter – was eine Steigerung von CHF 1.- / 100 Liter pro Woche ausmacht. Natürlich stechen solchen Schwankungen aktuell nicht heraus, aber wir dürfen nicht vergessen, dass zu «normalen Zeiten» einen Steigerung von CHF 4.- / 100 Liter, allein durch die Währung, ein sehr erheblicher Anstieg ist.

Das heisst die Kursnadel zeigt weiterhin Richtung Norden. Egal ob börsen- oder währungstechnisch. Das Einzige was uns in letzter Zeit immer wieder mal entgegen kam, war der Regen, welcher für geringfügig tiefere Rheinfrachten verantwortlich war. Jedoch ist auch das Niveau für die Rheinfracht immer noch eher hoch und dieser kleine Rückgang schlägt sich kaum auf unsere aktuellen Preise nieder.

Börsendaten 28.04.2022 um 08:28h

ICE-Gasoil MAI: 1’180.50$
ICE-Brent JUN: 104.21$
NY-Rohöl WTI JUN: 101.12$
US-Dollar/CHF: 0.9712

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Wieder höhere Preise als gestern

Wir starten heute mit leicht höheren Preisen in den Tag. Die Bullen lassen sich schwer im Zaum halten. Da nun Russland seine Gaslieferungen nach Polen und Bulgarien einstellt, verschärft dies die Spannungen zwischen dem Westen weiter. Der Ukrainekrieg könnte nach Einschätzungen des ukrainischen Präsidentenberaters noch mehrere Monate dauern. Dies wird die Heizölpreise kaum sinken lassen.

Heute an der deutschen Bundestagssitzung steht der Ukrainekonflikt im Mittelpunkt. Es geht nun erneut darum, ob und welche Waffen Deutschland der Ukraine zur Verfügung stellt. Waffenlieferungen für die Ukraine wird den Konflikt aber auch nicht von heute auf morgen beenden können. Dies könnte eher wie oben erwähnt das Ganze in die Länge ziehen.

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Aufwärtskorrektur nach Verlusten

Im Verlauf vom gestrigen Tag sah es so aus, als würden die Bullen ihre Stärke verlieren – das dachten wir zumindest. Gegen 21 Uhr zogen die Preise erneut an und machten innerhalb Minuten einen Sprung von mehreren Franken nach oben. Dementsprechend starten wir heute erneut mit höheren Preisen in den Tag.

Zudem wurden die Preise von der Meldung gestützt, dass die Gesamtförderung in Lybien im April stark zurückgegangen ist. Aufgrund von Protesten und Unruhen im Land, wurden in diesem Monat 530‘000 Barrel am Tag weniger gefördert.

In der Zwischenzeit wird ein sechstes Sanktionspaket gegen Russland in der EU diskutiert. Im Moment fehlt jedoch die notwendige Unterstützung der Mitgliedsländer für ein Öl- bzw. Gas-Embargo. Falls dies wirklich passiert, könnten die Preise erneut völlig durch die Decke gehen!

Unsere Empfehlung ist es weiterhin, die Situation aufmerksam zu beobachten…

Börsendaten 26.04.2022 um 08:27h

ICE-Gasoil MAI: 1’112.00$
ICE-Brent JUN: 103.31$
NY-Rohöl WTI JUN: 99.29$
US-Dollar/CHF: 0.9595