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Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Bleiben die Bären standhaft?

Die dieswöchige, anhaltende Preisrallye scheint vorerst gestoppt worden zu sein. Nach den kontinuierlichen und markanten Kursgewinnen im Verlauf dieser Woche, scheint es so, dass die Bullen eine Verschnaufpause gebrauchen könnten. Passend dazu ist heute Freitag, der Tag in der Woche welcher nicht zuletzt als der Tag gewählt wird, um seine Positionen an der Börse zu schliessen und die Gewinnmitnahmen einzustreichen.

Das Terrain nach oben wie nach unten ist weiterhin schwer umkämpft, die Bullen geben alles um die Preise weiterhin in die Höhe zu treiben, doch die Bären scheinen noch nicht ganz im Winterschlaf zu sein. Im gestrigen Tagesverlauf verlor Gasoil London in den ersten frühen Morgenstunden rund 20$ / Tonne – doch das Blatt wendete sich vorerst: Innerhalb weniger Stunden erholte sich Gasoil London um über 35$ / Tonne. Doch wie oben bereits angeteasert, fehlte es diesmal den Bullen an Elan. Ab ca. 16 Uhr, Eröffnung des Parketthandels in New York, sackten die Preise bis über den elektronischen Overnight-Handel um ca. 50$ / Tonne ab, was uns heute Morgen tiefere Endverbraucherpreise beschert.

Der Hauptgrund bleibt weiterhin die Sorge bezüglich der schwächelnden Weltwirtschaft. Und die Gründe hierfür bleiben auch so ziemlich die Gleichen, wie wir sie schon öfters erwähnt haben: Corona-Massnahmen in China, die nach unten korrigierte globale Wachstumsprognose, der fortgesetzte Krieg in der Ukraine und die damit zusammenhängende Energiekrise in Europa, die Erhöhung des Leitzinsens durch mehrere Weltbanken und neuerdings auch noch die tiefer bewertete Preisprognose für Rohöl durch Goldman Sachs und der Dallas Federal Reserve.

Doch das Treffen der «OPEC+ Allianz» in der nächsten Woche könnte den Wind wieder auf die andere Seite lenken: Aktuell begrenzen Spekulationen über eine Förderkürzung den Aufwärtsspielraum. Falls dies beschlossen werden würde, könnten die Preise nochmals ordentlich anziehen. Mit dieser Vorahnung empfehlen wir Ihnen demnächst Ihren Heizöltank aufzufüllen. Der Winter kommt schneller als man denkt und die Logistikkapazitäten stehen schon heute unter Druck, daher muss man bereits im Oktober mit längeren Lieferzeiten rechnen.

Börsendaten 30.09.2022 um 08.08 Uhr

ICE-Gasoil OKT: 993.250$
ICE-Brent NOV: 88.66$
NY-Rohöl WTI NOV: 81.48$
US-Dollar/CHF: 0.9757
Rheinfracht nach Basel: Fr. 55.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Bullen zeigen erneut ihre Stärken

Im Verlauf vom gestrigen Tag stiegen die Ölpreise um mehrere Franken wieder an. Gegen den späteren Abend konnten die Bären jedoch die Preisrallye stoppen und das Preisniveau halten. Somit starten wir heute Morgen mit den Preisen wieder höher in den Tag. Grund dafür könnte die erhöhte Gesamtnachfrage sein, welche um +1,8 Mio. Barrel am Tag zugenommen hat. Zudem möchte die EU-Kommission neue, strengere Sanktionen gegen Russland vorschlagen. Das neue Sanktionspaket soll laut Berichten zufolge weitere Handelsbeschränkungen, sowie auch einen Vorschlag zur Preisobergrenze für russische Ölimporte enthalten. Damit will man russische Produkte aus dem europäischen Markt verdrängen und so an Russland weitere Einnahmen in der Höhe von 7 Milliarden Euro vorenthalten.

Seit Montag strömt aus der Nord Stream 1 und 2 Gas in die Ostsee aus. Inzwischen ist man sich sicher, dass die nun drei Lecks an den Pipelines durch gezielte Sabotage entstanden sind. Die EU droht mit harten Konsequenzen gegenüber dem möglichen Angreifer. Dass der Angreifer Russland sein könnte bleibt jedoch aktuell eine Spekulation.

Die Lieferzeiten fürs Heizöl betragen aktuell rund vier Wochen. Wir empfehlen daher nicht mehr allzu lange abzuwarten und den Heizöltank rechtzeitig aufzufüllen.

Börsendaten 29.09.2022 um 08.21 Uhr

ICE-Gasoil OKT: 1‘012.00$
ICE-Brent NOV: 88.48$
NY-Rohöl WTI NOV: 81.37$
US-Dollar/CHF: 0.9811
Rheinfracht nach Basel: Fr. 60.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Transportkapazitäten gefragt

Der ICE-Gasoil Preis lag am Dienstag 17:30 Uhr bei 967.25. Das ist ein Plus von 33 Dollar gegen Schluss zum Vortag. Der Fokus liegt auf dem bevorstehenden OPEC+ Treffen, bei dem wohl eine Produktionskürzung erwartet wird. Es sieht auch ganz danach aus, dass Russland die Nordsee Pipelines absichtlich sabotiert, um die Energiekrise in Europa weiter anzuheizen.

Die Sorge nach Anschlägen gegen die Energieinfrastruktur nimmt zu und Russland spricht von einer deutlichen Reduzierung der Ölförderung. Dies kann demnach in Europa zu wieder steigenden Ölpreisen führen. Der höhere Dollarkurs sorgt leider für keine Preisentspannung.

Es ist auch zu beachten, dass die Lieferkapazitäten durch die hohe Nachfrage knapp sind und man muss sich auf längere Lieferristen einstellen. Darum empfehlen wir frühzeitig zu bestellen, bevor der Tank leer ist.

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Notenbanken überbieten sich mit Zinsanhebungen

Die Fed hatte in diesem Jahr als die einflussreichste Notenbank der Welt die Leitzinsen angehoben und damit die Zinswende eingeläutet. Andere Zentralbanken halten dagegen und straffen mit eigenen Zinsanhebungen ebenfalls ihre hauseigene Geldpolitik.

In erster Linie ist es die hohe Inflation, die die Banken zu diesen Schritten treibt, wobei der feste Dollar die Situation für Volkswirtschaften ausserhalb des US-Währungsraumes zusätzlich verschärft. Zieht der Dollar an, verteuern sich die Warenpreise für Importe, insbesondere in Dollar gehandelte Rohstoffe wie Rohöl.

Die höheren Preise werden dann über die Produkte weitergegeben und steigern damit die Inflation dieser Wirtschaftsräume. Die Zinsanhebungen der Fed erhöhen damit den Druck auf alle anderen Notenbanken nur noch mehr, nachzuziehen. Die Fed macht momentan jedoch keine Anstalten ihre Massnahmen zu verlangsamen, vielmehr hatten deren Vertreter angekündigt die Inflation weiter mit Zinsanhebungen zu bekämpfen und dafür auch eine Rezession in Kauf zu nehmen.

Logistisch ist die Situation der Händler weiterhin angespannt. Die eher verhaltene Bestellfreudigkeit der Kundschaft aufgrund der hohen Preise das Jahr durch, belohnt jetzt mit zwar tieferen Preisen als im Frühjahr, rächt sich jedoch durch deutlich längere Lieferfristen von mehreren Wochen.

Börsendaten 27.09.2022 um 08:15

ICE-Gasoil OKT: 930.00

ICE-Brent NOV : 84.95

NY-Rohöl WTI OKT: 77.54

US-Dollar/CHF: 0.9893

Rheinfracht nach Basel: CHF 84.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Die Sorgen vor einer globalen Rezession drücken den Preis

Aufgrund der Sorgen vor einer globalen Rezession, haben sich die Verluste vom letzten Freitag an der Börse weiter fortgesetzt. Letzte Woche hoben mehrere Zentralbanken den Leitzins an, darunter auch die Fed. Durch die schnelle Zinsanhebung wird der Dollar gestützt. Der starke Dollar wirkt sich jedoch auf die Nachfrage negativ aus.  Man geht daher davon aus, dass die Nachfrage aufgrund der voraussichtlichen Abschwächung der globalen Wirtschaft kleiner sein wird. Laut der Fed, könnte die US-Wirtschaft im vierten Quartal nur um +0,2% gegenüber dem Vorjahr wachsen.

Im Dezember werden die EU-Sanktionen zum Importverbot von russischem Öl noch einmal straffer. Dies wird dazu führen, dass Händler bei anderen Ölsorten wie zum Beispiel Brent Ersatz suchen werden. Die Preise werden demensprechend dann weiter gestützt.

Börsendaten 26.09.2022 um 10.01 Uhr

ICE-Gasoil OKT: 954.50$
ICE-Brent NOV: 85.94$
NY-Rohöl WTI NOV: 78.70$
US-Dollar/CHF: 0.9829
Rheinfracht nach Basel: Fr. 96.50

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Leitzinserhöhung beeinflusst Preisentwicklung

Die Preise starten heute Morgen leicht tiefer in den Tag. Grund dafür ist die Anhebung des Leitzinses in mehreren Ländern. Unter anderem gehört dazu die USA, das Vereinigte Königreich und auch die Schweiz. Die Schweizerische Nationalbank SNB erhöhte gestern, wie bereits spekuliert, den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf plus 0,5 Prozent. Mit diesem Schritt möchte man der Inflation entgegenwirken. Auch teilte man mit, dass diese nicht die letzte Zinserhöhung sein wird, um eine Preisstabilität zu gewährleisten.

Dämpfend wirkte zudem die Meldung der Asian Development Bank, welche ihre Wachstumsprognose nach unten angepasst hat. Zudem wirkt sich die steigende Inflation sowie die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und des Coronaviruses massiv auf die Wirtschaft Chinas aus. Die Wirtschaft wächst dort zum ersten Mal seit mehr als drei Jahrzehnte langsamer als in den restlichen Schwellenländern Asiens.

Den Abwärtsspielraum begrenzen jedoch weiterhin die geopolitischen Spannungen im Osten. Putins Plan, Reservisten zu mobilisieren, damit diese in der Ukraine kämpfen, könnte zu einem Mangel an Arbeitskräften bei Ölproduzenten führen.

Die Situation bleibt weiterhin angespannt, wir empfehlen daher nicht mehr allzu lange abzuwarten und den Heizöltank rechtzeitig aufzufüllen.

Börsendaten 23.09.2022 um 09:54 Uhr

ICE-Gasoil OKT: 975.00$
ICE-Brent NOV: 89.13$
NY-Rohöl WTI NOV: 82.18$
US-Dollar/CHF: 0.9794
Rheinfracht nach Basel: Fr. 96.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Die Heizölpreise reagieren auf die Teilmobilmachung von Russland

An der Börse gibt das Thema Ukraine-Konflikt wieder Zündstoff. Nach der Ankündigung von Putins Teilmobilmachung steigen die Heizölpreise wieder an. Demnach werden die Trader wieder Risikoprämien einrechnen, wegen einer möglichen Eskalation im Ukraine-Krieg. Die Entwicklung zeigt ganz klar bullishe Signale. Nach wie vor ist die Sorge der Ölknappheit durch die Sanktionen gegen Russland allgegenwärtig. Auch wenn das meiste russische Öl in grossen Mengen nach Indien und China geliefert wird. Dennoch ist die Gesamtproduktion von Russland bereits gesunken. Sie könnte sich durch das EU-Ölembargo, welches am 5. Dezember startet, noch weiter reduzieren. Ob anderer Förderländer mit Ersatzlieferungen die verfügbare Ölmenge in der EU konstant halten können, wird sich dann zeigen.

Auch von der OPEC+, welche ihre Förderzeile mehrere Monate hintereinander nicht erreichen konnte, sind keine zusätzlichen Mengen auf dem Weltmarkt zu erwarten. Die OPEC+ Allianz denkt in Zukunft eher an Produktionskürzungen als an Steigerungen. Im August lag die Produktion bei 3.58 Millionen Barrel pro Tag unter ihren Zielen.

Der Dollar steigt im Moment auch wieder an, was natürlich die Heizölpreise nach oben treibt.

Auch aus der Schweiz gibt es Neuigkeiten. Die Schweizerische Nationalbank erhöht ihre Zinsen auf 0.5%.

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Heute leicht höhere Preise

Die fundamentalen eher bearishen Faktoren blieben auch am Dienstag überwiegend marktbestimmend. Es waren erneut Rezessions- und Nachfragesorgen im Vorfeld der erwarteten Zinsanpassung der Fed, die die Marktteilnehmer beschäftigten. Aus charttechnischer Sicht ist die aktuelle Lage weitgehend als neutral zu betrachten, da der Stochastik seinen bearishen Einfluss endgültig verloren hatte und sogar das Potenzial hatte, ein Kaufsignal zu senden. die Rohölfutures starteten am Morgen oberhalb des psychologisch wichtigen Preisniveaus bei 90$ bzw. 85$.

Unser Basisprodukt Gasoil London hingegen hat sich gestern im Verlauf des Tages leicht erholt, was ein wenig höhere Brenn- und Treibstoffpreise für den Endverbraucher mit sich zieht. Auch die am späten Abend veröffentlichten API-Daten sorgten nicht wirklich für Kursbewegungen – weder nach oben noch nach unten.

Die Situation rund um die Transportkapazität bleibt angespannt, wir empfehlen weiterhin nicht mehr allzu lange abzuwarten und den Heizöltank rechtzeitig aufzufüllen.

Börsendaten 21.09.2022 um 08:26 Uhr

ICE-Gasoil OKT: 996.25$
ICE-Brent NOV: 91.66$
NY-Rohöl WTI OKT: 84.90$
US-Dollar/CHF: 0.9643
Rheinfracht nach Basel: 90.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Die Nachfrage in der Schweiz nimmt weiterhin zu

Die gesamte Ölpalette verzeichnete gestern eher nur moderate Kursgewinne – beim Gasoil London waren es über den Tag hinweg rund 20$ / Tonne. Zuerst machten die Kurse einen kleinen Sprung nach oben, bevor sie bis zu den frühen Nachmittagsstunden etwa 30$ / Tonne beim Gasoil London an Boden verloren. Doch die Bullen liessen sich davon nicht beeindrucken und waren dafür verantwortlich, dass sich die Kurse im Verlauf des Tages um rund 50$ / Tonne aufbäumten. Da Gasoil London das Basisprodukt für unsere Heizöl- und Dieselpreise ist, können wir heute mit einer marginalen Steigerung unserer Inlandpreise rechnen.

Die aktuelle Ölsituation weltweit bleibt bestehen: Das derzeitige Angebot auf dem Markt ist zu gross und die Nachfrage dementsprechend zu klein. Die Gründe dafür sind weiterhin die Corona bedingten Lockdowns in vielen Grossstädten Chinas sowie die geschwächten Wirtschaftsdaten. Doch werfen wir ein Auge auf die Schweiz. Die Rheinfracht hat sich aktuell bei CHF 90.00 / Tonne für den Transportweg ab Rotterdam bis nach Basel eingependelt. Demnach ist das Niveau für die Fracht weiterhin eher hoch jedoch im Vergleich zu den letzten Wochen um bis zu CHF 180.00 / Tonne gesunken.

Die Nachfrage in der Schweiz bleibt hoch und scheint auch nicht abzuflachen. Die winterliche Nachfrage sorgt für eine hohe Auslastung der Lieferkapazität und im Endeffekt für längere Lieferzeiten. Wir empfehlen Ihnen, wie schon seit Wochen, nicht mehr zu warten und Ihren Heizöltank möglichst bald aufzufüllen.

Börsendaten 20.09.2022 um 09:38

ICE-Gasoil OKT: 986.00$
ICE-Brent NOV: 92.39$
NY-Rohöl WTI OKT: 85.96$
US-Dollar/CHF: 0.9635
Rheinfracht nach Basel: 90.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Einkaufsfenster oder Trend?

Wir haben an dieser Stelle schon oft vom sogenannten Einkaufsfenster berichtet. Ein Ausschlag nach unten, den man für Zukäufe nutzen kann und sollte. Aber nachdem wir den dritten Tag in Folge massive Verluste an den Börsen verzeichnen, können wir da bereits von einem Trend sprechen? Jein.

Wenn die Welt anfängt die ausbleibenden Öl- und vor allem Gas-Lieferungen aus Russland zu kompensieren, können wir in ein massives Überangebot hineingeraten. Dann wäre zu viel Ware für zu wenig Käufer auf dem Markt. Ergo – Die Preise sinken weiter. Jedoch ist die Lage an der Kriegsfront noch immer am brodeln. Experten halten zwischenzeitlich auch einen Sieg der Ukraine nicht mehr für unmöglich. Wie Russland in so einem Fall reagiert und welche Auswirkungen das für die Ölmärkte hat, steht in den Sternen.

Charttechnisch ist die Konstellation seit September stark bearish. Dies sehen wir vor allem an den gesunkenen Rohölpreisen. Und es ist nach unten nicht gedeckelt. Das Potential ist vorhanden. Aber wird es auch ausgeschöpft?

Viele Konsumenten warten seit Monaten auf tiefere Preise. Die Unsicherheit war gross und die Nachfrage eher verhalten. Jetzt hat es gerumpelt. Über 20 Franken tiefere Preise in den letzten 10 Tagen. Doch lohnt es sich noch weiter abzuwarten? Unserer Meinung nach, ist dies eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft. Die Situation ist immer noch unberechenbar. Wir verzeichnen eine exponentiell gestiegene Nachfrage. Dies wirkt sich auf die Transportkapazitäten der Händler aus. Was man normalerweise über das ganze Jahr verteilen und ausliefern kann, konzentriert sich jetzt auf die kommenden 2-3 Herbst und Wintermonate.  

Daher der Rat nicht mehr lange zu warten und die tiefen Preise zu nutzen, um die Tanks zu füllen.

Börsendaten 16.09.2022 um 08:00

ICE-Gasoil OKT: 934.25

ICE-Brent NOV : 91.14

NY-Rohöl WTI OKT: 85.28

US-Dollar/CHF: 0.9635

Rheinfracht nach Basel: CHF 92.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Geduld ist eine Tugend

So, nach langer Zeit hat’s so richtig gerumpelt beidseitig des Atlantiks, die Kurse für die gesamte Ölpalette gingen so gut wie ausnahmslos Richtung Süden. Da die Lage nach wie vor äusserst volatil ist, sind wir uns hohe Schwankungen gewohnt, doch so ein Kursverlust wie gestern beim Gasoil London hatten wir das letzte Mal Anfang Juli. Über den elektronischen Overnight-Handel hinweg bis zur gestrigen Mittagsstunde verlor Gasoil London ca. 90$ /Tonne. Daraufhin nahmen die Bullen wieder das Zepter in die Hand drückten die Preise rund 40$/Tonne in die Höhe – doch das Ganze geschah mit wenig Elan und die Bären konnten bis zu den heutigen Morgenstunden einen weiteren Kursabbau von rund 30$/Tonne beim Gasoil London erzielen.

Kurzgesagt, doch ausführend genug, ist der Hauptgrund für diese Kursbewegung die aktuelle Ölnachfrage weltweit. Oder noch treffender gesagt: Das aktuelle Angebot auf dem Markt ist zu gross! Überwiegend «Schuld» an der Gesamtsituation sind die Corona bedingten Lockdowns in vielen Grossstädten Chinas sowie die geschwächten Wirtschaftsdaten. Das ganze Konstrukt ist dasselbe wie in den letzten Wochen und Monaten. Natürlich ist dieses Überangebot kein natürliches Abbild der derzeitigen Wirtschaftssituation, sondern wurde ziemlich sicher bewusst herbeigeführt. Aber uns solls nicht stören, den Preisen wird endlich die Chance auf eine Erholung gegeben.

Das Warten hat sich nun also doch gelohnt, denn nicht nur die Börse sondern auch die Rheinfracht hat sich im Verhältnis zu den letzten Wochen gut erholt. Die Preise sind deutlich tiefer als noch Ende August. Doch fast schon ironisch, muss man nun fragen; zu welchem Preis? Der Preis für das Warten sind natürlich tiefere Preise für den Endkonsumenten von Brenn- und Treibstoffen, doch es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Die andere Seite, ist die winterliche Nachfrage hier im Inland, welche die Lieferkapazitäten ausschöpfen. Und das bedeutet, dass man nun Geduld beweisen muss. Von daher empfehlen wir Ihnen dieses Einkaufsfenster heute zu nutzen und nicht mehr abzuwarten. Wir haben natürlich immer noch die Kapazität dringende Lieferungen zeitnahe auszuführen, doch die gängigen Lieferzeiten haben sich auf Grund des hohen Bestellungsvolumen verlängert.

Börsendaten 15.09.2022 um 08:32

ICE-Gasoil OKT: 975.50$
ICE-Brent NOV: 93.95$
NY-Rohöl WTI OKT: 88.45$
US-Dollar/CHF: 0.9629
Rheinfracht nach Basel: 100.00

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Das Ölangebot bleibt weiterhin knapp

Die OPEC+, zur welcher auch Russland gehört, wird wohl weiterhin auf eine erhöhte Förderung verzichten und das Angebot niedrig halten. Der Grund ist der mögliche Preiszerfall durch Rezessionsängsten zu kontern, oder auf eine zusätzliche Ölförderung aus dem Iran zu reagieren. Vermutlich wird aber das Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran scheitern. Nachrichten gibt es auch aus Kasachstan. Die Ölproduktion ist im August um etwa 13 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Dies liegt vermutlich an den Wartungsarbeiten am Kashagan-Ölfeld und an der Hafenanlage des russischen Exportterminals Novorossiysk.

Nach gewissen Finanzexperten seien die Ölpreise aktuell zu günstig. Die Gefahren der Produktionseinschränkungen seien ungenügend bewertet. Aber trotzdem sind die Heizölpreise im Vergleich zu gestern tiefer. Man kann dies wohl als gutes Einkaufsfenster betrachten. Vermutlich ist dies die Ruhe vor dem Sturm. Falls im Winter extreme Gasengpässe und Stromprobleme in Europa drohen, könnten die Ölpreise sehr schnell wieder ansteigen. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Industrien in grossen Mengen Öl als Gasersatz benötigen. Grosse Nachfrage bei tiefem Angebot bedeute hohe Preise. Nach Einschätzung des IFO-Instituts bewegt sich Deutschland und wohl auch die EU auf eine Winter-Rezession zu. Die hohe Inflation, geschürt durch die überteuerten Energiepreise, belastet die deutsche Wirtschaft stark. Es leiden Konsum, Exporte und Investitionen.

Die vielen Einflussfaktoren, die sich im Moment sehr schnell ändern, sorgen weiterhin für eine hohe Volatilität bei den Ölpreisen. Eine genaue Prognose in der aktuellen Situation abzugeben ist besonders schwierig. Wir empfehlen, sich von den Energiesorgen unabhängig zu machen und den Heizöltank vor der kalten Jahreszeit zu füllen.

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Nachfragesorgen nehmen zu

Heute Morgen starten wir mit den Preisen leicht tiefer in die neue Woche. Grund dafür sind weiterhin die anhaltenden Nachfragesorgen, welche sich durch die neuen Corona-Lockdowns in China verstärkt haben. Insgesamt sind von dem Lockdown 40 Mio. Menschen betroffen. Somit könnte die bereits geschwächte Ölnachfrage in China weiterhin sinken und auch in den nächsten Wochen tief bleiben. Auch die Wirtschaft Chinas wird durch die niedrigere Nachfrage beeinflusst. Man geht davon aus, dass das globale Wirtschaftswachstum in diesem Jahr schwächer ausfallen wird, als bisher angenommen.

Der Vorstandsvorsitzende der US Federal Reserve äusserte sich kürzlich bei einer Konferenz dazu, dass die Fed mit der Inflation offen umgehen muss und nicht aufhören kann bis „die Arbeit gemacht“ ist. Durch die Aussage wurden die Erwartungen der Marktteilnehmer, einer Leitzinserhöhung bei der nächsten Fed Sitzung, gestützt. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass der Leitzins um 0,75 % angehoben wird.

Für Abwärtsdruck sorgte zudem die Meldung des US-Finanzamtes, dass Unternehmen, welche den Handel und Transport von russischem Öl ermöglichen, von möglichen Sanktionen geschützt bleiben sollen, solange sich deren Kontrakte an die Preisdeckelung halten. Die Preisdeckelung wird sich auf Ölexporte von Russland beziehen, welche nach dem 5. Dezember über Seeweg transportiert werden. Dies aber ausserhalb von Nordamerika und Europa. Auch soll am gleichen Tag das Verbot von russischen Ölimporte in die EU über Seeweg in Kraft treten.

Börsendaten 12.09.2022 um 09:18 Uhr

ICE-Gasoil SEP: 1076.50$

ICE-Brent NOV: 92.31$

NY-Rohöl WTI OKT: 86.13$

US-Dollar/CHF: 0.9575

Rheinfracht nach Basel: CHF 140.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Könnte die Preisdeckelung die Energie­ver­sorgungs­krise verschärfen?

Die geplante Preisdeckelung für Heizöl, ist Putin immer noch ein Dorn im Auge. Putin droht jetzt damit, über­haupt keine Energie­roh­stoffe mehr nach Europa liefern zu lassen (unter anderem den Ländern welche sich der amerikanischen Initiative anschliessen), weder Gas, noch Öl, noch Kohle. Da die Erdgas­pipe­line Nord Stream 1 durch Moskau schon zugedreht wurde,  ver­schärft sich die Energie­ver­sorgungs­krise in der EU. Moskau stellte klar, dass Russ­land die Erdgas­liefe­rung erst bei Beendi­gung der Sank­tionen wieder auf­nehmen werde.

Die aktuellen Daten zeigen immer noch eine knappe Versorgung für den Winter auf. Der aktuelle Monatsbericht der amerikanischen Energiebehörde EIA schätzt, dass die Nachfrage höher als erwartet ausfallen wird. Damit steht die EIA nicht alleine da, auch Indien meldet eine unerwartete hohe Ölnachfrage.

Die Bären sorgen aktuell für etwas tiefere Preise als vor 2 Wochen, doch die Bullen schlafen nicht. Der Markt bleibt aktuell immer noch sehr volatil. Ein Hoffnungsschimmer bleibt bestehen. Die USA überlegt sich weitere Freigaben aus strategischen US-Reserven für Oktober in die Wege zu leiten. Diese Massnahme könnte nach der Sanktion der EU gegen russisches Öl wirksam sein und so einem empfindlichen Preisanstieg im Dezember etwas entgegen wirken.

Börsendaten 09.09.2022 um 09:12 Uhr

ICE-Gasoil SEP: 1073.50$

ICE-Brent NOV: 89.30$

NY-Rohöl WTI OKT: 83.96$

US-Dollar/CHF: 0.9626

Rheinfracht nach Basel: CHF 160.25

Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Das Tauziehen der Bären und Bullen

Der gestrige Handelstag diente wohl eher als Tauziehen der Bullen und Bären. Auf der einen Seite die Bullen, die monatelang den Aufwärtsspielraum ausgedehnt haben und sich mit dem Erreichten wohl noch nicht ganz zufrieden geben. Auf der Gegenseite die Bären, welchen teilweise immer noch der Mut fehlt, endgültig aus ihrem Winterschlaf zu erwachen. Doch was passierte gestern? Wie beim Tauziehen ging es wild hin- und her, es war nie eindeutig doch die Gunst lag am Ende des Tages, zur Überraschung, wohl eher bei den Bären. Frühmorgens bis um etwa 10 Uhr verlor Gasoil London rund $15 / Tonne, darauffolgend bis zu den Mittagsstunden machten die Bullen $25 / Tonne wieder wett. Doch dabei blieb es nicht, denn bis in den frühen Nachmittag verloren die Preise erneut wieder einiges an bereits verteidigtem Terrain, in Zahlen ausgedrückt rund $30 / Tonne beim Gasoil London. Das Tauziehen war aber immer noch nicht entschieden, denn ab 16 Uhr drehten sich die Kurse erheblich und generierten um rund 18 Uhr einen neuen Tageshöchstkurs beim Gasoil London. Doch die Baissiers liessen das nicht auf sich sitzen und erzielten doch noch einen geringfügigen Rückgang, von ca. $20 / Tonne beim Gasoil London, im Verlauf des elektronischen Overnight-Handels.

Die gängigen W-Fragen (Wer, Was, Warum, etc.) kann man gekonnt ausser Acht lassen. Die preisgestalterischen Faktoren bleiben wie bis anhin dieselben. Platz 1 in den europäischen Nachrichten: Sorgen wegen möglicher Öl- und Gasknappheiten. Die Gründe zur Annahme einer Knappheit, ist wohl mit der Drohung Putin’s, seine „Energielieferungen“ nach Europa einzustellen, zu begründen. Auch die weiterhin gestoppte Gaslieferung durch Nord Stream 1 stützen die derzeitigen Preise. Zur gleichen Zeit weiter südöstlich, bereitet aufgekommene Skepsis über ein Atomdeal mit dem Iran, den Nährboden vor für einen weiteren Preisanstieg. Der wohl grösste „Trumpf“ seitens der Bären ist leider kein schöner Trumpf; Die Befürchtungen, dass die globale Wirtschaft in eine Rezession gerät, drücken die Preise in die Tiefe. Grund dafür ist der Krieg in der Ukraine und die hohe Inflation weltweit – mit Aussichten auf eine weitere kräftige Zinssteigerung durch Zentralbanken wie z. B. die EZB (Europäische Zentralbank) und FED (Federal Reserve System).

Wie man sieht, ist die aktuelle Lage als sehr volatil einzustufen. Da es nicht bereits kompliziert genug ist, hat die Schweiz in den letzten Wochen zusätzlich eine eigene Dynamik der Preisgestaltung für Brenn- und Treibstoffe entwickelt. Die hohe Rheinfracht (momentan immer noch CHF 183.00/Tonne) sowie die steigende Nachfrage bei etwa gleichbleibenden Angebot verschlimmern die Lage ungemein seitens der Lieferkapazitäten. Daher empfehlen wir Ihnen weiterhin, nicht mehr zu lange mit ihrem Heizöleinkauf abzuwarten. Der Winter wird kommen, ob das gut oder schlecht ist, da scheiden sich die Geister – aber wo sich wahrscheinlich alle einig sein werden ist, dass man in den eigenen vier Wänden lieber warm als kalt hat.

Börsendaten 08.09.2022 um 08:26 Uhr

ICE-Gasoil SEP: 1‘093.00$
ICE-Brent NOV: 88.64$
NY-Rohöl WTI OKT: 82.65$
US-Dollar/CHF: 0.9751
Rheinfracht nach Basel: CHF 183.00